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heise+ | Kubernetes auf Azure: in drei Monaten zur Enterprise-Plattform
Wie ein Team eine gewachsene Azure-Infrastruktur in nur drei Monaten in eine sichere, vollautomatisierte Enterprise-Plattform auf Kubernetes-Basis verwandelte.
Die erste Deployment-YAML ist geschrieben, ein Service ist erreichbar, der Proof of Concept läuft. Was jetzt noch fehlt, ist der Schritt in den produktiven Betrieb – und genau dort beginnt die Herausforderung. Wie trennt man Umgebungen sauber voneinander? Wie stellt man sicher, dass Secrets niemals im Code landen – nicht durch Disziplin, sondern durch Architektur? Was passiert, wenn ein Node unter Last ausfällt? Solche Fragen tauchen im Selbststudium nicht auf. Sie tauchen erst dann auf, wenn sich echte Nutzerinnen und Nutzer auf dem System bewegen.
Die Ausgangslage beim IT-Dienstleister adesso war typisch für Unternehmen, die ihre Cloud-Reise pragmatisch begonnen haben: Azure-Dienste wurden direkt im Portal konfiguriert, Ressourcen manuell angelegt, Änderungen selten dokumentiert. Wissen war personengebunden, Reproduzierbarkeit kaum gegeben. Wer prüfen wollte, warum eine bestimmte Netzwerkregel existiert oder welche Ressourcen noch produktiv genutzt werden, musste sich durch ein Labyrinth aus manuell erzeugten Einstellungen arbeiten. Sicherheitsaudits gerieten zur Zitterpartie, Änderungen an der Infrastruktur zum Risiko.
Kubernetes ist der De-facto-Standard für Container-Orchestrierung – doch zwischen lokalem Testcluster und produktionsreifer Enterprise-Plattform liegen Welten. Von Architektur-Entscheidungen über Werkzeuge bis hin zu den wichtigsten Lektionen aus der Praxis: Wie ein kleines Team innerhalb von drei Monaten eine gewachsene Azure-Infrastruktur vollständig modernisierte.
Das Ziel: kein Flickwerk, sondern ein Neuanfang. Eine über Jahre gewachsene, manuell verwaltete Azure-Umgebung sollte in eine sichere, vollautomatisierte und wartbare Enterprise-Plattform auf Basis von Kubernetes überführt werden. Was nach einem ambitionierten Vorhaben klingt, ist innerhalb von drei Monaten Realität geworden – mit einem kleinen Team aus nur einem Vollzeitentwickler und einem Werkstudenten, begleitet von einem erfahrenen Softwarearchitekten als Mentor.
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