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Terrinoth: Heroes of Descent im Test – Vom Brettspieltisch auf Bildschirm und Fernseher
Wegen hoher Produktionskosten wurde die analoge Vorlage Descent eingestellt. Die digitale Umsetzung rettet den Dungeon-Crawler auf PC und Konsolen.
Terrinoth: Heroes of Descent ist die digitale Adaption des berühmten Brettspiel-Dungeon-Crawlers von Fantasy Flight Games. Das Taktik-RPG ist ab sofort für PC, Mac, PlayStation 5 sowie Xbox Series erhältlich und kostet 34,99 Euro.
Die Descent-Reihe kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Nach dem Debüt des Brettspiels vor mehr als zwanzig Jahren wird die Serie bis heute weitergepflegt. Oder vielmehr: wurde! Im April 2026 zog der amerikanische Verlag Fantasy Flight Games den Stecker und stellte die Entwicklung von Descent: Legenden der Finsternis aufgrund der hohen Produktionskosten ein. Und jetzt? Wenige Monate nach dem Aus gibt es bereits ein Comeback, diesmal allerdings in digitaler Form. Terrinoth: Heroes of Descent entführt euch ein weiteres Mal in die Welt des düsteren Dungeon-Crawlers. Liebgewonnene analoge Gewohnheiten sollen beibehalten und mit den Vorzügen des digitalen Gamings verknüpft werden. Mal sehen, wie gut dieser Spagat gelungen ist…
Kenner der letzten Descent-Brettspielausgabe werden zurecht einwenden, dass die hybride Form schon hier längst Einzug gehalten hat. Und sie haben Recht. Dank der intensiven Einbindung der App war Legenden der Finsternis schon ziemlich nah dran an einem Videospiel-Erlebnis. Terrinoth: Heroes of Descent zäumt das Pferd von hinten auf. Die Mechanik bedient sich stark analoger Elemente, während das ganze Drumherum natürlich auf dem Bildschirm dargestellt wird.
Der Start ins Abenteuer fällt bei analoger und digitaler Variante recht ähnlich aus. Zunächst werdet ihr in die Rahmenhandlung eingeführt, die aber mehr als loser Aufhänger dient. Eine tiefschürfende Story solltet ihr nicht erwarten. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen ganz klar die rundenbasierten Kämpfe, genauso wie beim Dungeon-Crawler-Brettspiel. Der Umfang kann sich sehen lassen. In vier Akten kämpft ihr euch durch insgesamt zwanzig Dungeons, die euch in etwa 30 Stunden unterhalten werden.
Zwischendurch klickt ihr euch durch ein paar Szenen, mit denen die Story von Terrinoth transportiert wird. Die Sprecherinnen und Sprecher haben dabei zwar einen guten Job geleistet, richtig gepackt hat mich die Handlung allerdings trotzdem nicht. Die Gefechte dafür aber umso mehr. Sie bewegen sich vom Ablauf her recht nah an der Brettspielmechanik. Im Gefecht übernehmt ihr die Kontrolle über eine kleine Gruppe von Charakteren in unterschiedlicher Ausprägung. Rollenspiel-Veteranen wissen natürlich, dass es auf eine gesunde Zusammenstellung der Crew ankommt.
Die archetypischen Vertreter finden sich auch in Terrinoth wieder: Tank, Healer, Damage-Dealer… Naja, ihr kennt das ja. Jeder Charakter verfügt über ein einzigartiges Set an Möglichkeiten, die ihr zum Wohle der Gruppe in den Kampf einbringt. Im Verlauf der Kampagne kassiert ihr für erfolgreich absolvierte Quests Erfahrungspunkte, die ihr zu gegebener Zeit in den Ausbau der Charaktere investiert. Mein Belohnungssystem ist direkt wieder angesprungen. Uuhhhh…. so viele neue Möglichkeiten! Es ist erstaunlich, selbst nach Dutzenden von Rollenspielen, die ich schon durchgezockt habe: dieses belohnende Gefühl beim Aufstieg meines Helden funktioniert einfach immer wieder. Terrinoth macht seinen Job an dieser Stelle aber auch ziemlich gut. Jedes Level-up ist ein spürbarer Gewinn von Kampfkraft und man freut sich richtig darauf, seine neuen Fähigkeiten direkt im nächsten Gefecht zu erproben.
Die Schlachten sind vor allem taktisch geprägt. In Terrinoth: Heroes of Descent werden alle Aktionen brav und geordnet nacheinander abgehandelt. Ist ein Charakter der Heldengruppe am Zug, dann können mit diesem drei Aktionen durchgeführt werden. In vielen Fällen werdet ihr euch bewegen und versuchen, eure Feinde von der Bildfläche zu putzen. Die Positionierung der Figuren spielt dabei eine oft entscheidende Rolle. Im Gefecht sind Höhenunterschiede re