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Xbox-Server: CTO erklärt die Ursache für den Totalausfall und verspricht Besserung
Ein fehlerhafter Lizenzdienst legte das komplette Ökosystem lahm. Scott Van Vliet erklärt nun, wie Microsoft solche Kettenreaktionen künftig verhindern will.
Am Montag hatte Xbox mit einem massiven Serverausfall zu kämpfen, der Spieler weltweit betraf. Das legte gleich mehrere zentrale Xbox-Funktionen lahm. Ihr konntet weder Spiele kaufen noch herunterladen oder offline zocken. Selbst Disc-Spiele waren plötzlich unspielbar. Inzwischen laufen die Dienste wieder, aber das plötzliche und heftige Ausmaß dieses Ausfalls verlangte förmlich nach einer Erklärung.
Genau diese lieferte nun Scott Van Vliet, Chief Technical Officer (CTO) bei Xbox. In einem ausführlichen Social-Media-Beitrag erklärte er, was eigentlich schiefgelaufen ist und wie Microsoft ähnliche Totalausfälle künftig verhindern will. Laut Van Vliet liefen die Server am Montag um 23:30 Uhr unserer Zeit (2:30pm PT) wieder stabil.
Scott Van Vliet fungiert als Chief Technical Officer (CTO) bei Xbox. In dieser Führungsposition verantwortet er die grundlegende technische Infrastruktur, die Cloud-Dienste und das Netzwerk-Ökosystem von Microsofts Gaming-Sparte.
Den Fehler verursachte laut dem CTO "ein Lizenzdienst, der außerhalb des Xbox-Ökosystems liegt, auf den Xbox aber zwingend angewiesen ist". Als dieser Dienst in die Knie ging, führte das zu einer Kettenreaktion. "Einige Login-Szenarien schlugen fehl, ebenso wie viele Vorgänge, die eine Berechtigungsprüfung erfordern", erklärte er.
Mit dem Begriff "Berechtigungsprüfung" meint Microsoft im Grunde eure digitalen Rechte. Erkennt das System nicht mehr, welcher Nutzer welche Inhalte besitzt, bricht schlichtweg alles zusammen. Genau aus diesem Grund konntet ihr eure Spielebibliothek nicht aufrufen oder eure eigenen Titel starten, wie der Post verdeutlicht.
"Das Problem betraf auch etliche unserer Publishing- und Store-Partner, die diese Systeme ebenfalls nutzen. Deshalb tauchten bei manchen Spielen Fehler auf und bei anderen nicht", ergänzte Van Vliet.
Sobald die Teams den Ausfall bemerkten, isolierten sie den fehlerhaften Dienst. Die Ingenieure leiteten den Datenverkehr auf intakte Systembereiche um, während sie nach der eigentlichen Ursache suchten. Van Vliet verriet zwar nicht, ob man diesen Ursprung bereits endgültig gefunden hat. Er bestätigte jedoch, dass Xbox den Vorfall "in einer umfassenden Analyse aufarbeitet".
"Mich interessiert weniger die simple Fehlerursache, sondern vielmehr die wirklich wichtigen Fragen: Warum konnte der Ausfall eines einzigen Dienstes so viel mit in den Abgrund reißen? Warum hat die Wiederherstellung so extrem lange gedauert? Und was müssen wir ändern, damit so ein einzelner Fehlerpunkt euch nicht noch mal den Feierabend versaut?", führte der CTO weiter aus.
"Wir müssen die Systeme absichern, die hinter den Logins und Spielstarts stecken. Wir wollen solche Fehlerklassen künftig besser erkennen und eindämmen. Und wir müssen schneller und transparenter mit euch kommunizieren, wenn etwas kaputtgeht."