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Dragon Age: Ex-BioWare-Boss vergleicht EA mit einem Hedgefonds und sieht die Reihe am Ende
Mark Darrah rechnet nicht mit einem Comeback des Rollenspiels. Interne Politik beim Publisher und enttäuschende Veilguard-Zahlen dürften die Marke beerdigen.
Für Electronic Arts' Dragon-Age-Reihe sieht die Zukunft derzeit eher düster aus. Der jüngste Ableger der Serie, Dragon Age: The Veilguard, blieb hinter den Verkaufszahlen zurück. Während das Entwicklerstudio BioWare an Mass Effect 5 arbeitet, dürfte es viele Jahre dauern, bevor überhaupt wieder ein neues Dragon Age erscheinen könnte.
Aber sehen wir überhaupt noch ein Comeback? Mark Darrah, BioWare-Veteran und Executive Producer von Dragon Age: Origins bis Inquisition, glaubt nicht daran. Ein Grund dafür sei Publisher Electronic Arts.
"Jemand beschrieb mir EA einmal als einen Hedgefonds mit einem Gaming-Hobby, für das er eigentlich gar nicht so viel Geld ausgeben will", sagt er im Gespräch mit FRVR. "Und ich denke, das trifft es nach wie vor ziemlich genau."
Im Archiv des Publishers ruht eine "beängstigende Anzahl" an Marken. Diese zurückzubringen, ist laut Darrah nicht so einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt.
Dass IPs bei Electronic Arts im Archiv verschwinden, ist branchenbekannt. Der Publisher besitzt die Rechte an legendären, aber seit Jahren ruhenden Spielereihen wie Command & Conquer, Wing Commander, Burnout oder Ultima, was Darrahs These eines dauerhaften Winterschlafs stützt.
"Ich habe gehört, dass sofort drei verschiedene Leute aus der Versenkung auftauchen, die glauben, die Rechte an der Marke zu besitzen, sobald ihr euch an ein bestehendes Franchise setzt", erläutert er. "Die machen euch dann sprichwörtlich fertig und sägen euch ab."
So würde es ihm zufolge vermutlich auch laufen, wenn ein anderes Studio ein neues Dragon Age pitchen würde: "Ich schätze, dass dann sofort jemand bei BioWare dazwischengrätscht, um das Projekt im Keim zu ersticken. Aus vielerlei Gründen wird das wohl einfach nicht passieren."
Mal abgesehen von solchen Problemen gilt für manche auch allgemein die Zukunft von BioWare als unsicher. Wenn nach Dragon Age: The Veilguard und Anthem auch Mass Effect 5 kein großer Erfolg wird, könnte es eng für das Studio werden.
Zuletzt äußerte bereits der ehemalige Dragon-Age-Chefautor David Gaider seine Zweifel hinsichtlich einer Rückkehr der Reihe unter EA.