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Arctic Fan Controller: 12 Euro steuern 10 Lüfter überall
Arctics „Fan Controller“ ist genau das, was der Name verspricht: eine Lüftersteuerung, die softwaregesteuert bis zu zehn Lüfter regelt. Festgelegt auf ein Programm ist sie nicht, was den Betrieb mit verschiedenen Betriebssystemen ermöglicht. Das passt zum Einsatzzweck als Nachrüstlösung.
Die 86 (L) × 55 (B) × 14 (H) mm große Controller-Box wird entweder per Klebestreifen oder magnetisch im Gehäuse deponiert. Strom bekommt sie über einen SATA-Anschluss, Daten über einen USB-2.0-Header vom Mainboard.
Gesteuert werden damit maximal zehn Lüfter, die pro Kanal bis zu 2 Ampere beziehen dürfen. Maximal stellt der Controller 4,5 Ampere bereit. Das klingt nach wenig, liegt aber weit über dem, was normale Lüfter benötigen. Ein be quiet! Silent Wings 4 PWM in der High-Speed-Version benötigt beispielsweise 0,2 Ampere, die 140-mm-Variante liegt bei 0,4 Ampere – typische Werte für diese Größe. Lüfteranschlüsse auf einem Mainboard sind in der Regel auf 1 Ampere spezifiziert.
Im Gegensatz zu bloßen Fan-Hubs in Gehäusen regelt der Fan Controller jeden Anschluss separat. Jeder Lüfter kann also einzeln angesprochen und individuell geregelt werden. Dazu können unter anderem Fan Control, SpeedFan oder SignalRGB genutzt werden. Linux kann den Controller ab Kernel 7.2 nutzen.
Damit umreißt das Produkt auch seine Zielgruppe: Nutzer, die entweder keine Steuerung im Gehäuse haben, denen die Anschlüsse des Mainboards oder ihres Fan-Hubs nicht reichen oder die viele Lüfter etwa auf CPU-Kühler, Radiator und an verschiedenen Gehäusepositionen unterschiedlich beziehungsweise abhängig von unterschiedlichen Parametern regeln möchten.
Der Fan Controller soll ab sofort im Handel erhältlich sein. Die Preisempfehlung beziffert Arctic auf rund 17 Euro, bietet den Controller im eigenen Webshop aber bereits mit Rabatt für 12,74 Euro an. Das zeigt grob auf, in welche Richtung sich die Marktpreise entwickeln werden.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Arctic unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.