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Steam - Die Bundesnetzagentur ermittelt gegen Valve, Schuld ist ein besonders geschmackloses Spiel
Eine deutsche Behörde fasst Steam ins Auge.
Hat Valve beim Betreiben von Steam seine Sorgfaltspflicht verletzt? Dem will derzeit die deutsche Bundesnetzagentur nachgehen. Grund dafür ist der noch relativ frische Digital Service Act der Europäischen Union, kurz DSA. Die deutsche Schnittstelle ist in Form des Digital Service Coordinators bei der BNetzA aufgehängt.
Demnach müssen Online-Plattformen wie eben Steam ihren Nutzern zugängliche Möglichkeiten bieten, potenziell rechtswidrige Inhalte zu melden. Diesen User-Meldungen muss Steam dann auch mit Nachdruck eine Entscheidung fällen, ob der Inhalt auf der Plattform bestehen darf oder nicht.
Aktuell steht die Vermutung im Raum, dass Steam hier womöglich gegen die Auflagen verstößt. Warum die Bundesnetzagentur gerade jetzt hellhörig wird? Das hat mit dem Trubel rund um ein ziemlich geschmackloses Spiel zu tun.
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Gegen pauschale Verbote! - So prüft die USK
Schon im Mai sorgte der kontroverse Plantation Simulator auf Steam für Aufsehen. Noch nie davon gehört? Glück gehabt. Das Spiel wirkte wie extremer Ragebait und hat auch mehr Aufmerksamkeit bekommen, als ihm vermutlich zusteht.
Das unaufwendig entwickelte Spiel mit Pixelgrafik bestand vor allem darin, als weißer Plantagenbesitzer schwarze Feldarbeiter auszupeitschen und so Effizienz und Ertrag der Plantage zu steigern. Dieser plakativ geschmacklose Inhalt sorgte für jede Menge Entsetzen und Kritik.
Um der Kritik entgegenzuwirken, wurde zuerst ein Patch aufgespielt, mit dem die Arbeiter ebenfalls weiß wurden. Wirklich besser wurde die Situation dadurch aber nicht. Am 26. Mai wurde das Spiel dann von Steam entfernt. Etwa zwei Wochen also, nachdem das Spiel bei Steam erschienen ist.
Soweit alles wieder gut? Noch nicht ganz. Denn der Plantation Simulator wurde zwar von Valve gelöscht, allerdings erst auf Nachfrage des Entwicklers selbst, obwohl das Spiel davor schon tagelang in der öffentlichen Kritik stand.
Dass der Entwickler des kontroversen Spiels erst selbst beantragen musste, das Spiel von Steam zu entfernen, hat französische Ermittler der Arcom (die französische Aufsichtsbehörde für digitale Medien) offenbar stutzig gemacht. Bei einem derart offensichtlich problematischen Spiel wäre wohl die Erwartung gewesen, dass Valve früher selbständig tätig wird.