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Starling: Per KI generierte Desktop-Umgebung für Linux
Mit Vibe-Coding und somit Künstlicher Intelligenz entstehen immer mehr Anwendungen. Und jetzt auch eine native Desktop-Umgebung für Linux: Starling startet eine Wayland-Sitzung, bringt alle wichtigen Hilfsprogramme mit und sorgt sogar noch für eine schicke Optik.
Entstanden ist Starling über die letzten sechs Monate hinweg von einem einzelnen Entwickler und dem KI-Modell Claude Code. Starling selbst besteht im Kern aus einem Wayland-Compositor, für alte X11-Anwendungen steht zusätzlich ein X-Server bereit. Derzeit laufen in einer Sitzung der Browser Chrome, Slack und Zoom – letztgenannte Anwendung setzt noch X11 voraus.
Mit Starling wollte sein namenloser Entwickler beweisen, dass eine KI eine komplette Desktop-Umgebung bauen kann und man dazu weniger Zeit und Personal benötigt als die großen Projekte KDE und GNOME. Er unterschlägt dabei allerdings, dass diese Desktop-Umgebungen aus deutlich mehr Werkzeugen, Diensten und Komponenten bestehen, als Starling derzeit. Dennoch gibt sich die Desktop-Umgebung erstaunlich komplett.
So erlaubt sie ein Tiling, ordnet also die Fenster auf Wunsch in einem Raster an. Starling unterstützt zudem virtuelle Desktops, ein Dock gewährt schnellen Zugriff auf die (laufenden) Programme. Mehrere angeschlossene Monitore bilden eine große Arbeitsfläche, dennoch erhält jeder Bildschirm sein eigenes Hintergrundbild, seine eigenen virtuellen Desktops und seine eigene Menüleiste. Die Glaseffekte auf dem Bildschirm erzeugen zudem sogenannte Shader direkt auf der Grafikkarte. Letztgenannte steuert die Desktop-Umgebung übrigens via DRM und KMS an.
Mit an Bord sind alle grundlegenden Werkzeuge, wie ein Dateimanager, ein Terminal, ein Texteditor und eine Anwendung für die Systemeinstellungen. Ein App Store zapft auf Wunsch die Ubuntu-Repositories an. Apropos Ubuntu: Über ein fertiges Paket lässt sich Starling recht einfach auf Ubuntu 26.04 LTS installieren und ausprobieren. Dennoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass es sich um eine frühe Version handelt.
Starling selbst nutzt die Programmiersprache Swift und eine Swift-Portierung des Flutter Dart-Frameworks. Der komplette Quellcode findet sich auf GitHub, die Hintergründe und den Erstellungsprozess dokumentiert der Starling-Erfinder ausführlich auf einer eigenen Seite.
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