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Final Fantasy X / X-2 HD-Remaster - Alles noch da: Sonne, knappe Klamotten und ein berühmter Lacher
Die Switch-2-Version bringt den JRPG-Klassiker zurück, schwächelt aber bei den Quality-of-Life-Features. Wir klären, ob sich die Rückkehr nach Spira lohnt.
Es ist ein paar Jahr… ich wollte sagen Jahre, aber es sind wohl eher Jahrzehnte her, dass ich Final Fantasy X spielte. Der Release von Final Fantasy X und Final Fantasy X-2 Remaster auf der Switch 2 ist eine gute Gelegenheit, mal wieder reinzugucken. Ein paar Sachen hatte ich auf jeden Fall vergessen. Zum Beispiel, dass Final Fantasy XIII nicht der einzige Story-Schlauch in der Reihe war. Sicher, es war der am besten optimierte, der jede Art von Abzweigung, egal wie marginal und sinnlos sie sein mag, einfach konsequent wegließ. Aber so viel besser war FFX dann auch nicht. Ich habe jetzt mal ein halbes Dutzend Stunden gespielt, die wahrscheinlich eher 10 nach dem alten Spieltempo entsprechen und ja, FFX ist kein Spiel der Oberwelten und cleveren Dungeons. Ich hatte es zumindest ein wenig so in Erinnerung, aber vieles, was man XIII so vorwirft, findet sich eigentlich auch hier.
Das JRPG-Doppelpack von Square Enix vereint die PS2-Klassiker aus den Jahren 2001 und 2003 in aufpolierter HD-Optik. Neben den beiden Hauptspielen enthält die Sammlung auch den Epilog "Eternal Calm" sowie den Dungeon-Crawler "Last Mission".
Okay, nicht alles, die Handlung von X ist weitestgehend kohärent und nachvollziehbar, etwas, das ich von XIII nie behaupten würde. Und so minimal es sein mag: Es macht einen Unterschied, dass man hier und da man eine Abzweigung nach links und rechts im Weg hat, selbst wenn es immer sehr fix dann doch von A nach ausschließlich B führt. Es fühlt sich minimal offen an, gerade noch so, als würde man ein echtes RPG spielen. Die Frage ist, ob man das alles noch mal machen möchte. Ob man sich wirklich noch mal das Sphärenbrett antun möchte, eine der umständlichsten Versionen des Levelns in einem RPG seit… keine Ahnung, ich nehme an, dass es irgendwo mal weniger Spaß machte als das, aber es fällt mir nicht ein.
Meine Antwort – und das überrascht mich am meisten selbst – wäre wohl: ja, doch, schon. Die Charaktere reden zwar wie Außerirdische mit ihren endlosen, seltsamen Pausen. Aber sie sind liebenswert und teilweise sogar wirklich interessant in ihren Motivationen. Die Orte sind exotisch, die Designs außergewöhnlich, so wie auch die Kleidungswahl. All das macht diese recht lineare Reise zu einem netten Wiedersehen, wenn es sich denn mit den modernen Hilfen schnell spielt. Denn eines werde ich sicher nicht noch mal tun: 40 oder 50 Stunden in FFX stecken. Dafür gibt es einfach zu viele Spiele.
Ihr habt eine Reihe sogenannter Quality-of-Life-Optionen und diese reichen von zu viel des Guten hin zu praktisch kaputt. Der Zeitraffer und der Autokampf fallen in letztere Kategorie. Manche Szenen und Gespräche würde ich gern beschleunigen, aber gerade hier bleibt die Zeit normal. Beim Rennen durch die eh kleinen Gebiete geht es dann wieder fast zu schnell, weil es so mitunter schon hakelig wird, sich irgendwo langzubewegen, mit vierfachem Tempo ist es eine Art missratenes Minigame. Im Kampf dann gibt es immer wieder lange Pausen, in denen die Figuren mit Hochgeschwindigkeit nichts tun, weil Gespräche und Soundeffekte zwar nicht schnell abgespielt werden, aber im Hintergrund trotzdem in voller Länge laufen.
Der Autokampf war zuletzt in Spielen der Dragon-Quest-Remakes durchaus solide, hier ist er fast unbenutzbar. Praktisch jeder Gegner in FFX hat sehr klare Schwächen und Stärken, die ihr nutzen müsst, wenn ihr nicht komplett überpowert seid. So feinfühlig ist der Autokampf aber nicht und nutzt grundsätzlich nur die Basisattacke. Es gibt keine Autoheilung, Magienutzung oder irgendwas. Nun, das wird dann auf eigene Art kompensiert, denn es gibt das Überpowern auf Knopfdruck. Schaltet das ein und eure Figuren sind praktisch unverwundbar. Kombiniert das dann mit dem Feature für mehr Zufallskämpfe, dann wird der Grind zur Babyaufgabe und ihr müsst nur noch alles ablaufen. Oder ihr