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Apple vs. Micron - Streit um Chinas Speicherchips CXMT und YMTC landet bei der US-Regierung
Apple sucht Speicherchips von CXMT und YMTC, während Micron bei der Trump-Regierung gegen den Plan lobbyiert. (Bildquelle: KingBank & Adobe Stock / Archer7)
Apple drängt dem laut Wall Street Journal die US-Regierung, Speicherchips der chinesischen Hersteller CXMT und YMTC künftig auch außerhalb Chinas verbauen zu dürfen. Grund ist die anhaltende Speicherkrise, die Apple selbst im Juni zu Preiserhöhungen zwang.
Dagegen wehrt sich Micron, der einzige nennenswerte US-Hersteller von Arbeitsspeicher, mit allen Mitteln. Micron-Chef Sanjay Mehrotra warnt laut dem Bericht vor einem Ausverkauf der heimischen Chipindustrie.
Hinzu kommt: Das Pentagon führt sowohl CXMT als auch YMTC bereits als »chinesische Militärunternehmen«. Was als Frage nach hoffentlich günstigerem Arbeitsspeicher für den PC-Markt (Spoiler: nein) begann, wird damit zu einem industriepolitischen Streit zwischen Apple, Micron und der Trump-Regierung.
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Wie das Wall Street Journal berichtet, haben Apple-Chef Tim Cook und weitere Topmanager zuletzt bei US-Präsident Trump, Handelsminister Howard Lutnick und Finanzminister Scott Bessent geworben: Chips von ChangXin Memory Technologies (CXMT) und Yangtze Memory Technologies (YMTC) – Chinas größte DRAM- beziehungsweise NAND-Hersteller – sollen künftig auch in Apple-Produkten außerhalb der USA stecken.
Dem stellt sich Micron entgegen. CEO Sanjay Mehrotra habe gewarnt, eine Öffnung für CXMT könne die US-Speicherindustrie zugrunde richten – ähnlich wie chinesische Konkurrenz einst die amerikanische Stahlbranche. Micron will die Krise stattdessen über eigenen Fabrikausbau lindern; zuvor hatte ein Micron-Manager Apples Einkaufstaktik als Mitursache der Knappheit genannt.
Laut Reuters lebten CXMT und YMTC jahrelang von staatlicher Förderung und roten Zahlen. Der KI-Boom hat das gedreht: Die Hersteller reden inzwischen bei Preis und Kundenwahl mit, teils über den Preisen von Samsung und SK Hynix.
CXMT ist zum viertgrößten Speicherhersteller der Welt aufgestiegen, unterzeichnete jüngst einen Fünfjahresvertrag mit ByteDance über mehr als 7 Milliarden US-Dollar – umgerechnet rund 6,2 Milliarden Euro – und hat nach einem Börsengang über rund 8,6 Milliarden US-Dollar ein Jahrzehnt an Verlusten binnen sechs Monaten wettgemacht. Zwei neue Werke sollen die Kapazität auf über 600.000 Wafer pro Monat mehr als verdoppeln.
Wer auf günstigeren Arbeitsspeicher aus China hofft, muss diesen Traum indes aus gleich mehreren Gründen begraben.