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Valve Steam Machine im Test: Langsam und teuer ist nicht die ganze Wahrheit
Valves Steam Machine ist langsam und viel zu teuer, selbst günstiger wäre die PC-Konsole eine Totgeburt. Klar! Doch nach drei Wochen mit der Spielkonsole wird auch die andere Seite der Medaille sichtbar: Die Steam Machine ist dank SteamOS ein extrem durchdachtes Produkt, das immer wieder positiv zu überraschen weiß.
Steam Machine auspacken, mit dem Stromnetz und per HDMI (liegt nicht bei) mit einem Fernseher verbinden, an der Konsole einschalten und auf geht's: Schon begrüßt die Installationsroutine denjenigen, der gerade viel Geld in einen kleinen, aber dafür sehr schweren Gaming-PC-Würfel von Valve gesteckt hat.
Die Einrichtung geht grundsätzlich flott von der Hand, Maus oder Tastatur werden höchstens bei der Eingabe eines extrem langen WLAN-Schlüssels vermisst.
Was Zeit in Anspruch nimmt, ist ein Update von SteamOS im Setup-Prozess. Und nach dem ersten Start geht es auf der Steam-Oberfläche so weiter: Updates für Controller (Firmware) und Controller-Empfänger (Firmware) warten. Das Update der Controller-Firmware erfordert dabei, dass der Controller per USB-Kabel (liegt bei) mit der Konsole verbunden wird.
Die Steam Machine startet Steam unter SteamOS im Steam Big-Picture-Modus, wobei der sogenannte „Game Mode“ (Gamescope) wie auf dem Steam Deck nicht nur die Vollbild-Benutzeroberfläche bezeichnet, sondern auch bewirkt, dass SteamOS (so wie das unter Windows der Fall ist), im Hintergrund wirklich Dinge nicht lädt, die die SteamOS-Desktop-Oberfläche benötigen würde. Das spart CPU-Ressourcen, RAM und VRAM – später dazu mehr. Wer vom Desktop Mode zurück zum Game Mode wechselt, sollte daher im Zweifel immer neu starten.
Ist die Installation abgeschlossen, begrüßt den Spieler die eigene Bibliothek in Steam. Ein Filter informiert direkt darüber, welche Spiele perfekt auf der Konsole laufen – entweder weil sie nativ für Linux entwickelt wurden (selten) oder weil ihre Windows-Version via Proton ohne Einschränkungen auf SteamOS inklusive Controller-Bedienung läuft.
Die ComputerBase-Steam-Bibliothek umfasst 551 Spiele. Davon sind 254 laut Steam auf der Steam Machine ohne Einschränkung spielbar. Mit Einschränkungen, wobei sich diese zumeist auf die Bedienung mit Controller beziehen, sind es 400. Angezeigt bekommen Anwender das inzwischen direkt auf der Steam Machine, ganz zu Anfang war das noch nicht der Fall – aber Updates haben hier zuletzt ihre Wirkung nicht verfehlt. Auch danach filtern lässt sich problemlos.
Steam ist ab Werk vorhanden, aber wie sieht es nun mit Windows-Spielen von anderen Plattformen aus? Auch die können, wenn weder ein Kopierschutz noch eine Anti-Tamper-Technologie den Betrieb verhindert, auf der Linux-Konsole zum Laufen gebracht werden. Einzig Spiele aus dem Xbox Store gehen nicht, da deren Universal-Windows-Platform-Basis (UWP) nicht von SteamOS unterstützt wird.
Ubisoft Connect, EA Origin, Epic Games, GOG und Amazon Games können wiederum über den Wechsel auf den SteamOS-Desktop (einfach zu erreichen über das Ein/Aus-Menü) installiert und dann praktisch über SteamOS im Game Mode aufgerufen werden. So wie das auch vom Steam Deck bekannt ist:
Was im Umgang mit der Steam Machine (wie mit dem Steam Deck) tagein, tagaus überzeugt, ist die Steuerung der Benutzeroberfläche im Game Mode mit dem neuen Steam Controller. Gefühlt ist alles, was man braucht, nur einen Knopfdruck entfernt. Und weil die Oberfläche sehr flüssig läuft, geht jeder Schritt leicht von der Hand.