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KI-Ökosystem-Anbieter: Honor will nicht mehr nur Smartphone-Hersteller sein
Der Smartphone-Hersteller Honor will genau das nicht mehr nur sein. Mit neuem Markenlogo unterstreicht der Konzern die Neuausrichtung. Honor möchte den Fokus künftig auf ein offenes KI-Ökosystem legen. Das Rebranding begleitet eine langfristig angelegte Strategie, die Hardware, Software und KI stärker miteinander verzahnen soll.
Nach Angaben des Unternehmens soll die neue visuelle Identität den Wandel vom klassischen Smartphone-Hersteller hin zu einem Anbieter eines offenen KI-Geräte-Ökosystems widerspiegeln. Der Hersteller verweist darauf, dass die Transformation nicht allein das Smartphone-Geschäft betreffe, sondern verschiedene Technologiebereiche umfasse. Dazu zählen neue Hardware-Kategorien, KI-Software, mobile Fotografie sowie eine stärkere Vernetzung unterschiedlicher Geräte innerhalb eines gemeinsamen Ökosystems.
Im Mittelpunkt der Strategie steht der Ausbau von KI-Funktionen über einzelne Geräte hinaus. Honor beschreibt den Übergang von lokaler KI-Verarbeitung auf Endgeräten hin zu einer systemweiten Plattform, die unter der Bezeichnung „Agentic OS“ entwickelt wird. Das Betriebssystem soll künftig KI-gestützte Funktionen systemübergreifend bereitstellen.
Darüber hinaus nennt das Unternehmen mehrere technologische Projekte, die den erweiterten Anspruch unterstreichen sollen. Dazu gehören das sogenannte „Robot Phone“ als neue Gerätekategorie sowie die Entwicklung eines humanoiden Roboters, der laut Honor bereits erfolgreich einen Halbmarathon absolviert habe. Beide Produkte hat das Unternehmen Ende Februar im Rahmen des MWC erstmals dem europäischen Publikum gezeigt.
Auch im Bereich der Smartphone-Kameras setzt Honor auf KI. Mit „AiMAGE“ entwickelt das Unternehmen nach eigenen Angaben ein System, das Rechenleistung zwischen Endgerät und Cloud kombiniert. Ergänzt wird dieser Bereich durch eine Partnerschaft mit dem Kamerahersteller ARRI, die die Qualität der mobilen Bildverarbeitung weiter verbessern soll.
Gleichzeitig verfolgt Honor den Aufbau eines offenen KI-Ökosystems, das unterschiedliche Hardware-Kategorien miteinander verbinden und die Zusammenarbeit mit Partnern in den Mittelpunkt stellen soll.
Als Beleg für die laufende Neuausrichtung nennt das Unternehmen die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2026. Nach Unternehmensangaben stieg der Absatz beziehungsweise das Wachstum um 25 Prozent, während das Auslandsgeschäft inzwischen mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmache. Zudem sieht sich Honor im weltweiten Markt für faltbare Smartphones auf dem zweiten Platz positioniert. Der jüngste Neuzugang des Herstellers ist das ebenfalls zum MWC auch für Europa vorgestellte Magic V6 (Hands-on).
Mit dem Marken-Relaunch führt Honor außerdem den globalen Slogan „Dare to be“ offiziell ein. Das Unternehmen möchte sich damit künftig stärker als Innovationsmarke für ein jüngeres Publikum positionieren und die Entwicklung eines offenen KI-Ökosystems gemeinsam mit Partnern und Entwicklern vorantreiben. Das neue Markenlogo bilde dabei den sichtbaren Abschluss der bisherigen Transformation und zugleich den Auftakt für die nächste Entwicklungsphase des Unternehmens, so Honor.