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EA FC 27: Das neue The Grounds ist Fußballkultur vom Kick auf der Straße bis zum Turnier im Stadion
Mehr Ballkontrolle – weniger Automatismen: Für mich ist die neue Dynamik das Beste am diesjährigen Kick.
Wenn die Entwickler von EA Sports auf ihrer zwei Tage dauernden Vorstellung von EA FC 27 von der Weltmeisterschaft schwärmen, dann scheint mir das Ereignis in Nordamerika deutlich größere und vor allem positivere Wellen geschlagen zu haben, als das bei uns der Fall war – was sich zum einen aus sportlicher Sicht freilich leicht erklären lässt und zum einen dadurch, dass die Vorstellung in Vancouver stattfindet, genauer gesagt in den Büros des Entwicklerstudios, und damit auch einem der drei Gastgeberländer, wo man sicherlich etwas näher am Puls des Geschehens war als in unseren Breiten.
Allerdings hat die Begeisterung für das Lebensgefühl Fußball noch einen ganz anderen, sehr sachlichen und vor allem spielbezogenen Grund. Denn mit FC 27 will EA seine Spieler beziehungsweise die Community, also euch, stärker einbeziehen. Was unter anderem zur Folge hat, dass die Entwickler häufiger auf Feedback reagieren und dieses auch konsequenter in Ausbau und Verbesserung des Spiels einfließen lassen wollen. Sie wollen auf allen Kanälen genauer hinhören und sie werden einen Fahrplan veröffentlichen; die sogenannte Roadmap, auf der genau zu sehen sein wird, für wann welche Neuerungen und Updates geplant sind.
Moment mal! Das ist noch längst nicht alles. Denn die Sache mit der Community und dem Lebensgefühl Fußball rührt noch wo ganz anders her. Und den Namen dafür habt ihr vermutlich längst mitbekommen: The Grounds. Die neue interaktive Lobby, von der aus ihr etliche Aktivitäten startet, die zum Teil brandneu, zu einem großen Teil aber auch „nur“ die Weiterentwicklung dessen sind, was ihr aus dem Club-Modus bereits kennt.
Tatsächlich beschreibt EA The Grounds als Höhepunkt der Idee, die mit den Clubs einst Form annahm: Spieler kommen in virtuellen Vereinen zusammen, um gemeinsam Fußball zu spielen. Nur dass das jetzt eben auch in einer… naja, sagen wir mal: offenen Welt stattfindet und es nicht mehr nur um den mehr oder weniger bierernsten Wettstreit dreht.
Den gibt’s natürlich weiterhin! Daran ändert sich gar nichts. Hinzu kommt allerdings eine Reihe an Spielvarianten, die die Entwickler auf einem Spektrum von „Wettkampf“ bis „Entspannung“ einordnen. So zockt ihr in FC 27 auf zahlreichen kleineren Feldern im Eins-gegen-Eins, Zwei-gegen-Zwei, Drei-gegen-Drei sowie in dem vor zwei Jahren eingeführten Rush-Modus.
Hinzu kommen Partyspiele verschiedener Couleur, zu denen unter anderem ein weniger ernsthaftes Zwei-gegen-Zwei gehört, in dem auf kleine, kniehohe Tore geschossen wird – aber nur solche Treffer zählen, die nach mindestens drei Pässen, nach einem Abpraller von der Bande oder auf ähnlich unterhaltsame Art eingenetzt werden. Ebenfalls dazu gehört eine Variante, bei der sich vier Spieler gegenseitig zu treffen versuchen, während alle nur drei „Leben“ haben.
Letzteres war beim kurzen Anspielen nicht gerade mein Favorit, mit Ersterem hatte ich allerdings viel Spaß, und es wird noch viel mehr solcher schnellen Spiele geben. Gezeigt hat EA etwa eine Art Wettrennen mit Ball und Hindernissen sowie eine Reihe kleinerer Herausforderungen, in denen quasi die grundlegenden Fähigkeiten mit dem Ball gefragt sind. Die Kamera befindet sich dabei übrigens oft hinter dem Alter Ego, nicht an der Seite der Plätze.
Wie man Mit- und Gegenspieler dafür findet? Die Kumpels in der eigenen Party sind natürlich Teil des Teams, während man Kontrahenten beim Start des Matchmakings trifft. Dafür stellt man sich einfach vor den Platz, auf dem die gewünschte Aktivität stattfindet, und klickt (sinngemäß) auf „Los geht‘s!“
100 Spieler befinden sich schließlich in jeder Instanz von The Grounds und ein paar davon dürften immer irgendwo auf der Suche nach Gegnern sein. Wobei das mit „irgendwo“ wörtlich zu verstehen ist, kann man sich in dem relativ großen Stadtteil doch frei bewegen. Alle Plätze für die verschiedenen Aktivitäten sind dort zu Fuß erreichbar, das