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Company of Heroes 3: Final Stand opfert historischen Realismus für wilde Bosskämpfe
Im neuen Survival-Ableger pfeift Relic bewusst auf die Weltkriegs-Akkuratesse der Hauptreihe, um euch im Koop völlig absurde Fraktions-Taktiken zu ermöglichen.
Seit gestern ist mit Company of Heroes 3: Final Stand ein eigenständiger Ableger von Relic Entertainments beliebter Strategie-Reihe erhältlich, in dem ihr es mit Wellen-basiertem Gameplay zu tun habt.
Dazu gehören dann unter anderem auch Bossgegner oder "Was wäre wenn"-Szenarien, was eigentlich gar nicht zum realistischen Weltkriegs-Setting der Reihe passt. Allerdings wollte sich das Studio nicht selbst einschränken.
"In gewisser Weise dehnen die Bosse die Realität ein kleines bisschen, da sie schlichtweg deutlich mehr einstecken können als Standard-Einheiten", erklärt Design Director Eric Wrobel im Gespräch mit Eurogamer.de. "Das war uns wichtig, um den strategischen Anspruch des Spiels zu wahren. Wenn ein Boss nach drei Sekunden umkippt, fühlt sich das Event einfach lahm an."
Eric Wrobel ist ein Branchenveteran, der vor seiner Zeit bei Relic Entertainment lange als Lead Combat Designer für das MMO The Elder Scrolls Online zuständig war. Seine Expertise liegt traditionell stark in der Konzeption komplexer Klassen-Synergien und tiefgreifender Kampfsysteme.
"Jeder Boss soll euch im Gedächtnis bleiben und etwas Einzigartiges tun. Manche Bosse nutzen eine völlig eigene Zielerfassung: Der Panther-Panzer zum Beispiel ignoriert eure Truppen komplett und versucht stattdessen sofort, eure Gebäude in Schutt und Asche zu legen. Andere Bosse, wie das Scharfschützen-Team, haben eine enorme Reichweite und nehmen eure Infanterie im Handumdrehen auseinander, wenn ihr ohne Sichtschutz direkt auf sie zustürmt."
Die historische Akkuratesse spielt daher in Final Stand eine nicht ganz so wichtige Rolle, was auch besondere Kombinationen ermöglicht. "Das war eine ganz bewusste kreative Entscheidung, auf die wir uns riesig freuen", betont Wrobel. "In der Kampagne und im kompetitiven Multiplayer von Company of Heroes 3 nehmen wir die historische Genauigkeit sehr ernst, weil der historische Rahmen dort einfach eine Rolle spielt."
"Singleplayer- und Koop-Fans hatten in COH3 aber schon immer die Freiheit, historisch ungenaue Schlachten zu schlagen. Genau diese spielerische Freiheit wollten wir beibehalten, um noch verrücktere Szenarien zu ermöglichen. In Final Stand verteidigt ihr die Stellung gemeinsam mit einem Freund gegen anrollende Gegnerwellen. Den Spielern hier Fraktions-Einschränkungen aus historischen Gründen aufzuzwingen, hätte den Spielspaß nur unnötig ausgebremst."
"Wenn ihr also eine Allianz aus US Forces und dem Deutschen Afrikakorps befehligen wollt, weil ihr und euer Kumpel eben genau diese Fraktionen am liebsten mögt, dann könnt ihr das tun", erläutert er. "Die Synergien zwischen den Fraktionen sind verdammt spannend. Jede Partei bringt eigene Stärken in den Talentbäumen mit, die sich im Koop auf einzigartige Weise kombinieren lassen."
Der eigenständige Ableger steht seit gestern auf Steam für 28,99 Euro zum Kauf bereit. Es gibt einen Launch-Rabatt von 10 Prozent und wenn ihr Company of Heroes 3 habt, spart ihr sogar 20 Prozent.