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„Thimbleweed Park 2“: Ron Gilbert setzt sein Point-&-Click-Adventure fort
Ron Gilbert hat eine Fortsetzung seines Point-&-Click-Adventures „Thimbleweed Park“ angekündigt. Diesmal zahlt ein privater Investor.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Nachschub für Fans klassischer Adventure-Spiele: „Thimbleweed Park 2“ befindet sich in Produktion und soll Anfang 2028 erscheinen, kündigte die Point-&-Click-Ikone Ron Gilbert in einem Blog-Eintrag an. Das Spiel entsteht wieder bei Gilberts Studio Terrible Toybox.
Inhaltlich knüpft der zweite Teil eng am Original an. Diesmal liegt eine Leiche im Edmund-Anwesen, wo die Agenten Ray und Reyes erneut ermitteln sollen. Jeder im Haus ist verdächtig – mit Ausnahme des Butlers, der es ausdrücklich nicht war, spoilern die Entwickler in der Steam-Beschreibung von Thimbleweed Park 2. Als Fortsetzung oder Vorgeschichte will Gilbert das Spiel dabei gar nicht verstanden wissen. Es sei einfach mehr „Thimbleweed Park“ und genauso schräg.
Neben Windows sollen laut dem Blog-Eintrag von Ron Gilbert auch macOS und Linux versorgt werden, zudem ist eine Version für GOG geplant. Auch personell bleibt viel beim Alten: Mit an Bord sind unter anderem wieder Mark Ferrari, Gary Winnick, David Fox, Octavi Navarro und Robert Megone. Soweit die guten Nachrichten, schreibt Gilbert in dem Eintrag. Und die schlechte Nachricht? „Es gibt keine schlechte Nachricht. Es sind alles gute Nachrichten.“
Finanziert wird „Thimbleweed Park 2“ anders als der Vorgänger. Gilbert veröffentlicht das Adventure mit der Hilfe eines privaten Investors selbst, wie er in seinem Blog schreibt. Beim ersten Teil hatte er 2014 noch auf Crowdfunding gesetzt: Die Kickstarter-Kampagne sammelte 626.250 US-Dollar von 15.623 Unterstützern ein, das Ziel von 375.000 US-Dollar war bereits nach einer Woche erreicht.
Gilbert machte sich in den Neunzigerjahren einen Namen mit humorvollen Point-&-Click-Spielen. Er entwickelte die ersten beiden „Monkey Island“-Teile und den Klassiker „Maniac Mansion“. Sein Studio Terrible Toybox trat 2017 erstmals mit „Thimbleweed Park“ in Erscheinung. 2022 kehrte Gilbert dann mit „Return to Monkey Island“ zu seiner bekanntesten Reihe zurück.
„Thimbleweed Park“ kam 2017 in den Handel und orientiert sich an den frühen Grafik-Adventure-Klassikern: Pixel-Grafik, Aktionsverben und kruder Humor. Erzählt wird die Geschichte einer abgelegenen Stadt, in der mysteriöse Geschehnisse zur Tagesordnung gehören. Aus der Perspektive mehrerer Protagonisten kommen Spieler dem Geheimnis hinter einem verschollenen Unternehmer auf die Schliche.
Mit modernen Design-Entscheidungen wollte das Team um Gilbert dafür sorgen, dass sich das Adventure nicht nur an Genre-Veteranen richtet. Es gibt deshalb einen einfacheren Schwierigkeitsgrad mit entschärften Rätseln, außerdem führt ein Tagebuch jederzeit auf, was als nächstes zu tun ist. Aufgenommen wurde „Thimbleweed Park“ gut, die Nutzer-Reviews auf Steam sind überwiegend positiv.
2020 legte Gilbert noch einen kostenlosen Ableger namens „Delores“ nach, den er nach eigenen Angaben während der Coronapandemie zusammengeworfen hatte. Grafiken und Soundeffekte stammten fast ausschließlich aus dem Hauptspiel, die Spielzeit lag bei knapp einer Stunde. Wie beim ersten Teil will Gilbert die Entwicklung von „Thimbleweed Park 2“ in einem Dev-Blog dokumentieren.