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Samsung Foundry: Baustart zweiter US-Fabrik, 2-nm-Kunden und höhere Yields
Der Baustart für die zweite Fabrik in Texas ist endlich beschlossen. Samsung verbessert derweil die Ausbeute (Yield) bei 2 nm und gewinnt eventuell Kunden. Primär bleibt das Samsung aber erst einmal selbst, die zweite Generation der 2-nm-Fertigung soll im zweiten Halbjahr anlaufen – vermutlich erneut für Exynos-Smartphone-SoCs.
Samsung ist und bleibt als Foundry ein wenig wie Intel (Foundry). Der größte Kunde ist man stets nur selbst, Neuheiten werden dann eben auch nur für Samsung ausgeliefert. So bestätigte das Unternehmen heute, dass es mit der zweiten Generation einen 2-nm-Chip im Smartphone-Bereich starten wolle und stetig die Ausbeute verbessere.
Das Unternehmen nennt dabei aber natürlich keinen Kunden beim Namen. Dieser ist jedoch ziemlich klar: Samsung. Der Exynos 2600 wird bisher als Einziger in 2 nm bei Samsung Foundry gefertigt, das dürfte zumindest bei Smartphone-SoCs auch noch 2027 der Fall sein. Es gäbe auch Bestrebungen für einen 2-nm-AI-Chip, genaue Details dazu bleiben aber aus. Dabei könnte es sich um den Tesla AI5 handeln, der vor zwei Wochen den Tape-out absolviert hat.
Auch davon abgesehen sind die modernsten Prozesse bisher eher nur für Samsung gedacht. Bei 4 nm sind es aktuell HBM4-Base-Dies, die Samsung in der Speichersparte dann selbst für sich verbaut. Hinzu kommt in Kürze aber die Groq-LPU, die ebenfalls in 4 nm bei Samsung gebaut wird und dann für Nvidia-Systeme genutzt wird. Erst bei 8 nm gibt es noch einige echte Foundry-Kunden, beispielsweise Nvidia für ältere GPUs. Samsung gibt für die Foundry-Sparte aber keinerlei Zahlen an und ist hier noch verschlossener als Intel. Im Conference Call erklärte das Unternehmen, dass man jedoch weiter in den roten Zahlen arbeite, aber einen „turnaround in the near future“ erwarte.
Ein Status-Update gab das Unternehmen auch zu den Ausbauprojekten in den USA. Samsung hatte die neue Fabrik in Taylor, Texas, lange schleifen lassen, zuletzt aber die Zügel wieder angezogen. Wie geplant soll sie nun Ende 2026 die Produktion aufnehmen, Die Produktion von 2-nm-Chips soll „über Phasen ausgebaut“ werden; sprich es wird noch eine Weile dauern, bis die volle Leistung verfügbar sein wird.
Bewegung kommt dabei nun auch endlich in die bereits lange angekündigte zweite Fabrik am selben Standort. Für diese Anlage soll Ende des Jahres der Bau beginnen. Die Fertigstellung und der Start der Massenproduktion wird für 2030 anvisiert. Angesichts dessen, dass die zweite Fabrik bereits Anfang 2024 beschlossen war und auf demselben Gelände steht wie die erste Fabrik, ist dies vergleichsweise spät. Da das Projekt zwischenzeitlich mangels Kundschaft aber fast zwei Jahre auf Eis gelegt war, passt der Zeitrahmen durchaus wieder.
Nun blickt Samsung aber weiter nach vorn und zieht den Bau einer neuen Anlage für 1,4-nm-Chips in Betracht. Auch hier ist das Unternehmen aber wieder ziemlich spät dran, wenn es tatsächlich erst jetzt mit den Planungen beginnt. TSMCs erste Fab für A14, wie der Prozess dort heißt, wird bereits im kommenden Jahr fertiggestellt, die Serienproduktion ab 2028 anvisiert, berichten taiwanische Medien heute passend dazu. Bei Samsung geht man dieses Thema deutlich ruhiger an, das Unternehmen erklärte, man werde zusammen mit der Kundschaft entscheiden, ob sich das lohne.
Dies bedeutet im Gegenzug wohl, dass das Vertrauen der Unternehmen in Samsungs 1,4-nm-Prozess bisher vermutlich eher gering ausfällt. Erste SF1.4-Chips wird Samsung aller Voraussicht nach in den 2-nm-Linien in Südkorea umsetzen, sie sind nach einer Verschiebung nun frühestens ab 2029 geplant.