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Betrüger kapern Autohändler-Accounts: Hoher Schaden, zwei Festnahmen in Rumänien
Zwei mutmaßliche Täter sollen Konten von Fahrzeughändlern auf Verkaufsplattformen gekapert haben. Der Schaden beträgt über 660.000 Euro.
Bei den mutmaßlichen Tätern haben Strafverfolger rund 100.000 Euro in Bargeld und Goldmünzen sichergestellt.
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Im rumänischen Râmnicu Vâlcea, laut Generalstaatsanwaltschaft Bamberg auch als „Hackerville“ aufgrund früherer Fälle von Cyberkriminalität bekannt, haben Strafverfolger Anfang Juli zwei rumänische Staatsbürger festgenommen. Die Verdächtigen sollen zusammen einen Schaden von mehr als 660.000 Euro durch Betrug und Kontoübernahmen beim Online-Autohandel verursacht haben.
Die Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Täter laufen seit Januar des Jahres in einer eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe „Cardealer“ wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug. Dabei kam heraus, dass sich die Täter Zugang zu den Konten seriöser Fahrzeughändler auf Onlineplattformen verschafft haben. Wie die Täter dabei vorgegangen sind, erklären die Ermittler nicht. Mit diesen gekaperten Zugängen haben sie gefälschte Fahrzeuginserate eingestellt. Außerdem fälschten sie Rechnungen bei Fahrzeugverkäufen, sodass das Geld auf von ihnen kontrollierte Konten in Deutschland und Spanien landete und nicht bei den eigentlichen Händlern.
Die Gruppe soll seit September vergangenen Jahres mehrere hundert Händlerkonten übernommen haben. Sie hat damit mehr als 5000 gefälschte Angebote in den Online-Plattformen eingestellt. Den Fahrzeugkäufern entstand dabei ein Schaden von über 660.000 Euro, führen die Ermittler weiter aus. Die Untersuchungen dauern noch an. Die Ermittler werten die sichergestellten Materialien aus und suchen dabei etwa nach Hinweisen zu weiteren Tatbeteiligten.
Die Strafverfolger teilen weiter mit, dass es sich bei den Tatverdächtigen um einen 40- und einen 44-jährigen Rumänen handelt. Bei den Durchsuchungen waren auch zwei Staatsanwälte aus Bayern sowie Ermittler der Polizeiinspektion Coburg beteiligt. Das vor Ort sichergestellte Bargeld und die Goldmünzen im Wert von rund 100.000 Euro wurden ihnen dort übergeben. Die Beschuldigten wurden nach Deutschland ausgeliefert und dem Haftrichter vorgeführt, sie sitzen derzeit in Untersuchungshaft.
Vor einer Woche wurde bekannt, dass das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg Anklage gegen ein mutmaßliches Bandenmitglied erheben. Die 61-jährige Verdächtige aus Schweden soll als formelle Geschäftsführerin oder Verfügungsberechtigte aufgetreten sein bei einem Betrugsschema mit Investments in fiktive Finanzprodukte. Sie soll dafür rund 100.000 Euro eingestrichen haben.
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