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Microsoft Quartalszahlen: Starke Cloud, schwache Xbox und steigende KI-Investitionen
Microsoft hat das Geschäftsjahr 2026 mit 90,0 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz abgeschlossen. Besonders Azure und die Cloud-Sparte trieben das Wachstum, während Windows- und Xbox-Erlöse sanken. Der Konzern plant weiter hohe Investitionen in KI-Rechenzentren und erwartet für Azure im neuen Geschäftsjahr eine Beschleunigung.
90,0 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz entsprechen einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, währungsbereinigt lag das Plus bei 17 Prozent. Das operative Ergebnis stieg ebenfalls um 18 Prozent auf 40,6 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn wuchs um 31 Prozent auf 35,8 Milliarden US-Dollar, der verwässerte Gewinn je Aktie um 32 Prozent auf 4,81 US-Dollar. Die ausgewiesenen Erträge enthalten jedoch Sondereffekte: Ein Gewinn von 3,2 Milliarden US-Dollar aus der Anthropic-Beteiligung erhöhte das Ergebnis, während Aufwendungen im Zusammenhang mit dem freiwilligen Vorruhestandsprogramm, Abfindungen und Wertminderungen im Xbox-Geschäft teilweise gegenwirkten.
Für den Vergleich der operativen Entwicklung weist Microsoft zudem eine um die Effekte der OpenAI-Investitionen bereinigte Kennzahl aus. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 35,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 22 Prozent; der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 4,74 US-Dollar nach 3,86 US-Dollar im Vorjahr. Die Differenz verdeutlicht, dass Beteiligungserträge und -aufwendungen die Zahlen inzwischen sichtbar beeinflussen.
Der Cloud-Bereich blieb der wichtigste Wachstumstreiber des Unternehmens. Microsoft Cloud erzielte 59,3 Milliarden US-Dollar Umsatz, 27 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die kommerziellen verbleibenden Leistungsverpflichtungen, also vertraglich vereinbarte, noch nicht als Umsatz gebuchte Erlöse, stiegen um 84 Prozent auf 678 Milliarden US-Dollar. Ohne OpenAI wuchs dieser Wert um 25 Prozent. Rund 30 Prozent des gesamten RPO (Remaining Performance Obligations) sollen innerhalb der kommenden zwölf Monate als Umsatz realisiert werden.
Die Sparte Intelligent Cloud steigerte ihre Erlöse um 32 Prozent auf 39,3 Milliarden US-Dollar. Azure und weitere Cloud-Dienste wuchsen um 43 Prozent. Microsoft führt dies auf die Nachfrage über verschiedene Workloads hinweg zurück; zugleich steigt der Anteil der Azure-Umsätze am Konzernmix.
Diese Verschiebung hat jedoch Folgen für die Marge. Die Kosten der Umsätze im Segment stiegen um 42 Prozent, vor allem durch KI-Infrastruktur und eine höhere Nutzung von GitHub Copilot. Das operative Ergebnis der Sparte legte dennoch um 31 Prozent auf 16,0 Milliarden US-Dollar zu. Microsoft zufolge hielten sich der Margendruck durch den Azure-Mix und den Ausbau der KI-Infrastruktur sowie Effizienzgewinne in etwa die Waage.
Die Sparte Productivity and Business Processes setzte 37,8 Milliarden US-Dollar um, ein Zuwachs von 14 Prozent. Das operative Ergebnis stieg um 15 Prozent auf 21,9 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz mit Microsoft 365 Commercial Cloud wuchs um 14 Prozent; bereinigt um einen Sondereffekt aus der Umsatzrealisierung im Vorjahr lag das Plus bei 16 Prozent.
Microsoft nennt steigende Umsätze je Nutzer durch höherwertige Angebote, darunter Microsoft 365 Copilot, als wesentlichen Treiber. Copilot überschritt nach Unternehmensangaben die Marke von 30 Millionen bezahlten Arbeitsplätzen. Die Zahl kommerzieller Microsoft-365-Lizenzen stieg um sechs Prozent, insbesondere durch Angebote für kleine und mittlere Unternehmen sowie Beschäftigte ohne klassischen Büroarbeitsplatz.
Auch das Consumer-Geschäft entwickelte sich positiv: Microsoft 365 Consumer Cloud wuchs um 24 Prozent, bei sieben Prozent mehr Abonnenten. LinkedIn legte beim Umsatz um zwölf Prozent zu, Dynamics 365 um 13 Prozent. Bei Dynamics verwies Microsoft allerdings auf eine weitere Abschwächung bei den Buchungen.
Das Segment More Personal Computing war mit 12,9 Milliarden US-Dollar Umsatz die einzige rückläufige Sparte; der Umsatz sank um vier Prozent. Das operative Ergebnis fiel um 14 Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar. Windo