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Halo: Campaign Evolved: Unsichtbare Todeszonen ruinieren die Suche nach den 42 Skulls
Das Remake verdreifacht die Anzahl der Sammelobjekte, straft neugierige Entdecker aber rigoros mit Game-Over-Bildschirmen ab. Die Fans sind gefrustet.
Halo: Campaign Evolved ist endlich für alle da. Zuvor durften Käufer der Premium Edition schon fünf Tage im Vorabzugang zocken. Doch während sich die Massen nun auf das Debüt-Abenteuer des Master Chiefs stürzen, kristallisiert sich eine Sache ganz deutlich heraus: Das hier ist nicht mehr das Halo von früher.
Campaign Evolved ist durch und durch ein Remake, kein Remaster. Die Entwickler haben ordentlich geschraubt und verändert. Sie haben fast die gesamte zweite Hälfte der Kampagne komplett neu designt. So wollten sie die monotonen und knüppelharten Flood-Passagen aus dem Original von 2001 abmildern. Offenbar kommen aber nicht alle Änderungen gut an. Auftritt: die Skulls.
Skulls sind versteckte Sammelobjekte in der Halo-Reihe. Werden sie im Menü aktiviert, verändern sie das Gameplay durch Modifikatoren – etwa indem feindliche Aliens mehr Gesundheit erhalten oder Explosionen visuell angepasst werden.
Das allererste Halo hatte noch gar keine Skulls. Diese Schwierigkeits-Modifikatoren sammelt ihr normalerweise in der Kampagne ein. Anschließend aktiviert ihr sie in der Lobby, um verschiedene Effekte im eigentlichen Spiel anzupassen. Bungie merkte allerdings ab Halo 2, wie extrem beliebt die Skulls waren. Daher bauten sie die Collectibles nachträglich in die Anniversary Edition von Halo: Combat Evolved ein (und übernahmen sie später in die Master Chief Collection). In Halo: Anniversary Evolved konntet ihr 14 Skulls in der Kampagne aufspüren. In Halo: Campaign Evolved sind es jetzt stolze 42 – also dreimal so viele wie in den vorherigen Versionen.
Damit verkommt Halo: Campaign Evolved im Grunde zu einer wahren Sammelorgie. Doch genau das stößt einigen Spielern des generalüberholten Shooters bitter auf. "Was bringen Skulls in einem Spiel, wenn es mich fürs Erkunden bestraft und tötet?", fragt der beliebteste Post der Woche im r/Halo-Subreddit. Dazu gibt es einen Clip, in dem der Chief stirbt, als er sich außerhalb der vorgesehenen Spielgrenzen wagt. Dabei sieht dieser Bereich der Map eigentlich völlig ungefährlich aus.
"Sollen wir nun nach Skulls suchen oder nicht? Das Spiel sendet da ECHT widersprüchliche Signale", heißt es in einem weiteren Top-Post. Das dazugehörige Video zeigt den Chief auf einem Stützbalken der Halo-Megastruktur in der zweiten Mission. Kaum überschreitet er eine unsichtbare Grenze, stirbt er völlig sang- und klanglos.
Auch an anderen Stellen im Netz häufen sich die Beschwerden darüber, wie hart die Halo Studios Ausflüge ins Out-of-Bounds-Territorium abstraft. "Ich glaube langsam, es gibt hier gar keine Easter Eggs mehr, sondern nur noch Todeszonen", klagt ein anderer User. Und ich muss ehrlich sagen: Ich stimme zu. Im Original durften wir uns beim Erkunden wunderbar frei austoben. Bungie vertraute uns damals einfach. Die Entwickler versteckten Geheimnisse und Easter Eggs in den hinterletzten Winkeln der Map, weil sie wussten, dass Lore-hungrige Fans jeden Quadratzentimeter absuchen würden. Die Halo Studios zeigen sich da deutlich knausriger mit dem Vertrauen ... und das, obwohl sie uns gleich dreimal so viele Skulls zum Sammeln vor die Nase setzen.
Das sendet wirklich widersprüchliche Signale an alle neugierigen Spielerinnen und Spieler, die genau diesen klassischen Halo-Entdeckerdrang ausleben wollen. In meinem ersten Spieldurchlauf fand ich 14 Skulls ... Witzigerweise waren das exakt die, deren Verstecke sich mir seit der Anniversary-Version von 2011 ins Gedächtnis gebrannt hatten. Ich hatte aber überhaupt keine Lust, nach den neuen Skulls zu suchen. Mir ging es genau wie den Leuten auf Social Media: Es nervte mich unfassbar, ständig "von den Architekten getötet" zu werden, sobald ich die Spielgrenzen verließ. Zumal diese Grenzen weder gut definiert noch klar erkennbar sind.
Das nervigste Beispiel dafür liefert die Mission The Silent Cartographer, die au