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Neue High-End-SSDs: Kioxia erhöht auf 28 GB/s mit PCIe 6.0
Gleich zwei neue Techniken feiern bei Kioxias Server-SSDs der Serie CM10 eine Premiere. Zum einen wird erstmals bei Kioxia die Schnittstelle PCIe 6.0 geboten, über die der maximale Durchsatz auf über 28 GB/s steigt. Zum anderen kommt die brandneue Generation 3D-NAND zum Einsatz: BiCS10 TLC mit 332 Layern.
Spätestens mit dem Start von AMDs neuer Epyc-Plattform mit den Venice-CPUs wird PCIe 6.0 auch abseits von Speziallösungen im Rechenzentrum salonfähig. Während zuerst Micron und einige Monate später Samsung bereits ihre ersten PCIe-6.0-SSDs eingeführt haben, folgt jetzt Kioxia. Allerdings handelt es sich vorerst um Muster, die Serienfertigung dürfte also noch etwas auf sich warten lassen.
Wie gewohnt (und schon häufig von der Redaktion moniert) liefert Kioxia auch bei dieser Neuvorstellung kein vollständiges Datenblatt. Somit bleibt es bei groben Aussagen zur Leistungssteigerung. Das sequenzielle Lesen soll gegenüber dem Vorgänger CM9 um bis zu 92 Prozent schneller erfolgen und die Leistung beim wahlfreien Lesen um 85 Prozent zulegen. Damit lassen sich anhand der bekannten Eckdaten der CM9-Serie zumindest die ungefähren Leistungswerte errechnen. Beim sequenziellen Lesen ginge es somit von 14,8 GB/s auf 28,4 GB/s hinauf. Beim wahlfreien Lesen sind wiederum bis zu 6,29 Millionen IOPS statt zuvor 3,4 Millionen IOPS zu erwarten. Angaben zur Schreibleistung werden noch gar keine gemacht.
Die Kioxia CM10 wird in den Formfaktoren E3.S, E1.S und 2,5 Zoll angeboten. Je nach Format reichen die Speicherkapazitäten von 1,6 TB bis 61,44 TB. Bei den modernen EDSFF-Formaten wird alternativ zur Luftkühlung eine „Direct-Cold-Plate Liquid Cooling“ angeboten. Auch bei Samsungs PM1763 spielt Flüssigkühlung nun eine Rolle.
Die CM10-Serie ist zugleich die erste, die mit dem neuen BiCS10-NAND von Kioxia und Sandisk bestückt wird. Erst zum Monatsbeginn hatte Kioxia die Bemusterung der neuen NAND-Generation angekündigt. Der BiCS10-NAND besitzt 332 Zellschichten (Layer) und liefert die bisher höchste Flächendichte von rund 29 Gbit/mm². Gegenüber dem BiCS8 wird das Interface um 33 Prozent auf nun bis zu 4.800 MT/s beschleunigt. Ferner verspricht Kioxia eine höhere Energieeffizienz.
Nach Angaben von Kioxia wurde die CM10-SSD „für anspruchsvolle Enterprise- und KI-Workloads wie KI-Inferenz und Context Caching entwickelt“. In diesem Kontext wird auch Nvidias CMX-Architektur genannt, die über den GPU-Speicher hinaus auch schnellen Flash-Speicher einbindet.
Die aus Sicht des Herstellers wichtigsten Merkmale der CM10-Serie lauten wie folgt:
Im Rahmen der Veranstaltung Future of Memory and Storage (FMS) wird es mehr von der Kioxia CM10 zu sehen geben.
Erst vor wenigen Tagen hat Kioxia mit der NX1-Serie außerdem eine neue PCIe-5.0-SSD im E1.S-Format vorgestellt. Hier kommt noch BiCS8-NAND zum Einsatz.