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Doom: Programmierer bringt den Shooter-Klassiker auf den Commodore 64
Nach Bankautomaten und Schwangerschaftstests erobert das Kultspiel nun auch den C64. Ein Entwickler zeigt in einem Video, wie gut der Port bereits funktioniert.
Den Shooter-Klassiker Doom von id Software könnt ihr mittlerweile fast überall spielen. Auf dem Commodore 64 war das – im Gegensatz zu einem Schwangerschaftstest oder einem Bankautomaten – bislang nicht möglich. Doch auch dieser Missstand hat nun ein Ende.
Zu verdanken haben wir das dem Ingenieur und Programmierer Steve McCrea, der unter anderem an diversen Metroid-Spielen und am VR-Port von Resident Evil 4 mitgewirkt hat. Sein aktuelles Projekt ist, Doom für den Commodore 64 nachzubauen.
Keine einfache Aufgabe und streng genommen nicht einmal echtes 3D. Tatsächlich basiert das Ganze auf dem Code des First-Person-Dungeon-Crawlers The Keep, den er ursprünglich für den Commodore VIC-20 entwickelt hatte. Seine Umsetzung setzt laut McCrea auf "Ray-Casting in einem Tile-Grid".
Doom for Commodore 64 WIP: sky, shotgun polish, better lighting, temp logo. E1M1 through E1M8 are in. Still looking for a musician! #c64 #mos6502 #doom pic.twitter.com/rBTirViDW9
Im Gegensatz zu The Keep, das eher an ein Wolfenstein 3D erinnerte, bietet McCreas C64-Doom unterschiedliche Boden- und Deckenhöhen sowie Aufzüge. Zudem gibt es funktionierende Türen und sichtbare Waffen.
Der 1982 erschienene Heimcomputer Commodore 64 besitzt lediglich einen 1-MHz-Prozessor und 64 KB RAM. Die komplexe 3D-Engine von Doom mit ihrem Raycasting und den dynamischen Höhenunterschieden sprengt diese Hardware-Grenzen theoretisch völlig.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Man merkt dem Projekt zwar die schwächere Hardware an, doch in einem neuen Work-in-Progress-Video ist es klar als Doom zu erkennen – inklusive einer dynamischen Beleuchtung und einer Skybox. Laut McCrea sind die Level E1M1 bis E1M8 bereits fertig, derzeit sucht er noch nach Unterstützung beim Soundtrack.
Auch Apogee-Software-Gründer Scott Miller, der damals Wolfenstein 3D publishte, zeigt sich in einem Social-Media-Beitrag beeindruckt: "Als wir Wolf3D veröffentlichten, habe ich id Software angefleht, eine C64-Version zu machen. Sie meinten, das sei unmöglich. Jetzt heule ich gleich."