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Deutsche Bahn mit Gewinn, doch die Baustellen bleiben
Die Bahn meldet schwarze Zahlen, die Bahnchefin und den neuen Verkehrsminister freut's. Die bekannten Probleme sind deswegen aber nicht verschwunden. Verkehrsminister Bilger will sie "nach und nach" lösen.
Erstmals seit 2019 hat die Deutsche Bahn (DB) wieder schwarze Zahlen vorgelegt: Unterm Strich gab es ein Plus von 147 Millionen Euro, wie der Konzern heute für seine Halbjahresbilanz mitteilte. Und auch bei den Fahrgästen gab es einen deutlichen Anstieg: Rund 960 Millionen Reisende fuhren im ersten Halbjahr mit den Zügen der DB und damit 17 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum.
Für sie sei eine wichtige Wegmarke erreicht, kommentierte Evelyn Palla, DB-Vorstandsvorsitzende, die Halbjahresbilanz. In der Pressemitteilung hieß es weiter: "Ich freue mich sehr über diesen wichtigen Meilenstein, aber ich bin erst zufrieden, wenn auch die Qualität im täglichen Eisenbahnverkehr überzeugt!" Gleichzeitig räumt die Bahnchefin ein, dass die Sanierung des Konzerns noch Jahre dauern werde.
Auch Ende 2025 war das operative Ergebnis der Bahn nach Steuern schon im Plus mit 297 Millionen Euro. Unter dem Strich stand aber ein Verlust von 2,3 Milliarden. Darin enthalten war eine Abschreibung in der Fernverkehrssparte, weil die Bahn aufgrund ihrer Probleme mit der Schieneninfrastruktur und wegen der langwierigen Sanierungsarbeiten davon ausging, dass dieser Bereich über Jahre weniger Erträge abwerfen werde als angenommen: laut Unternehmen 1,4 Milliarden Euro.
Diese Verluste, die über Jahre aufgelaufen wären, hat die Bahn im Vorjahr auf einmal abgeschrieben. Das hat das Jahresergebnis 2025 nach unten gezogen und lässt künftige Bilanzen wie die jetzige besser aussehen.
Die neue Bahn-Chefin spricht von einer "wichtigen Wegmarke". Andere sehen das kritischer.
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Ist mein Zug pünktlich? Die Antwort auf diese Frage ist am Ende für viele Reisende ausschlaggebend dafür, wie zufrieden sie mit der Bahn sind. Hier lässt das Ergebnis weiter zu wünschen übrig. So sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nur 59 Prozent der Fernzüge pünktlich gewesen. Das heißt, sie sind weniger als sechs Minuten später an ihrem Ziel angekommen. 76 Prozent hatten weniger als 15 Minuten Verspätung.
Im Regionalverkehr lag die Pünktlichkeitsquote bei 88,2 Prozent. Als hauptsächliche Ursachen für die Verspätungen nennt die Bahn neben den vielen Baustellen und dem vielfach sanierungsbedürftigen Schienennetz auch die Wintereinbrüche im Januar und Februar sowie die Hitzeperiode im Juni.
Die Bahn will 50 Millionen Euro in die Kommunikation mit ihren Kundinnen und Kunden investieren.
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Die Modernisierung und Sanierung der Schieneninfrastruktur ist für Jahre die größte Baustelle der Bahn, und die kostet Geld. So stiegen der aktuellen Bilanz zufolge die Brutto-Investitionen der Bahn um ein Sechstel im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 auf 8,7 Milliarden Euro.