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Koi im Test: Optisch ein Kracher, aber taugt es auch spielerisch?
Es gibt einfach Brettspiele, die haben den gewissen Wohlfühlfaktor. Das Material? Einfach wahnsinnig süß und an den Illustrationen kann man sich gar nicht sattsehen. Und die Regeln? Bitte nicht zu verschnörkelt, aber anspruchsvoll genug, um nicht gerade in Belanglosigkeit zu versinken. Genau diesen Sweet Spot hat das Autorenteam Battiato/Borzi/Chiacchiera mit dem Erfolgstitel Bonsai wunderbar getroffen. Der inoffizielle Nachfolger ist ebenfalls beim Kosmos-Verlag erschienen und bleibt dem asiatischen Raum thematisch verbunden. Statt Zierpflanzen züchtet ihr diesmal allerdings edle Kois in euren Gartenteichen heran.
In Sachen Ausstattung hat Kosmos ganze Arbeit geleistet und die Erwartungen an einen Bonsai-Nachfolger mehr als erfüllt. Die Schachtel ist vollgestopft mit schönen Papp-Aufbauten, die euch dabei helfen sollen, den eigenen Gartenteich so schick wie möglich zu gestalten. Dort eine kleine Laterne, hier ein Wasserspiel oder ein Stein-Buddha und sogar ganze Holzbrücken lassen sich über das Gewässer spannen. Sieht alles wirklich superschick aus. Doch bis es soweit ist, dürften noch einige Runden vergehen. Schließlich beginnt ihr die Partie mit nur einem Quellplättchen, das euch die ersten fünf Wasserfelder beschert, nicht viel mehr als eine kleine Pfütze also.
Die weitere Teich-Ausstattung muss im Verlauf der Partie erarbeitet werden. Regeltechnisch verläuft der Ausbau denkbar einfach ab. Seid ihr am Zug, stehen euch lediglich zwei Optionen zur Verfügung: Meditieren und Arbeiten. Bei Erstgenanntem greift ihr auf die offene Auslage zurück, die immer aus fünf Karten besteht. Ihr entscheidet euch für eine Karte und führt ihren Effekt durch. Darüber hinaus gibt es einen weiteren Bonus für die gewählte Karte, die von ihrer Position in der Auslage abhängt.
Was ist Koi: Das von Rosaria Battiato, Massimo Borzi und Martino Chiacchiera entworfene Legespiel Koi ist ab sofort für rund 40 Euro über den Kosmos-Verlag erhältlich. Es richtet sich an ein bis vier Personen ab zwölf Jahren, wobei eine typische Partie etwa 45 bis 60 Minuten in Anspruch nimmt.
Wird eine Karte aus der Reihe entfernt, muss die entstandene Lücke immer zur rechten Seite hin geschlossen werden. Auf das freie Feld ganz links wandert dann eine neue Karte vom Nachziehstapel. Scheinbar unattraktive Karten, die längere Zeit nicht gewählt werden, landen somit irgendwann zwangsläufig auf der rechten Seite. Und genau dort wartet eben auch der fetteste Bonus auf euch, sodass die ungeliebte Karte nun plötzlich doch sehr attraktiv werden kann. Auf diesem Weg könnt ihr etwa neue Wasserflächen für den Teich ergattern, Uferstücke für den Wasserrand, Münzen und einiges mehr.
Die Karten selbst bieten euch ebenfalls vielschichtige Vorteile. Ein wohltuender Regenschauer füllt euren Teich per Soforteffekt, was euch zusätzliche Wasserflächen einbringt. Auf dem Markt habt ihr hingegen die Möglichkeit, an neue Kois zu kommen. Der Preis eines Fischs richtet sich dabei nach seiner Größe, logisch. Viele Fische im Teich bedeuten natürlich viele Punkte. Doch dazu müsst ihr erstmal die Voraussetzungen schaffen, schließlich braucht so ein Koi auch ausreichend Bewegungsfreiheit im Wasser. Außerdem spielt auch das ganze Drumherum eine bedeutende Rolle. Wer den Gartenteich liebevoll und detailreich gestaltet, kann sich am Ende über zahlreiche Bonuspunkte freuen. Es gibt allerhand zu erledigen. Daher seid ihr gut beraten, die ein oder andere Hilfskraft einzustellen. Die Gehilfen tauchen regelmäßig in der offenen Auslage auf und können wie alle anderen Karten mit der gleichen Aktion gewählt werden.
Insgesamt gibt es vier verschiedene Gehilfen, die auf andere Tätigkeiten spezialisiert sind. Sie lassen sich einmal pro Zug aktivieren, was euren Fortschritt beachtlich beschleunigt. Wasserträger befüllen euren Teich mit neuen Wasserfeldern, Züchter setzen auf dem Markt erworbene Kois fachmännisch ins Wasser und ordnen die Fische nach Wunsch sogar neu an, während sich die Gestalterin um das Teichu