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EA FC 27 bringt ein „neu erfundenes Transfersystem“ und Spieler mit Motivationsproblemen
Im Karrieremodus erwarten euch Transfer 2.0, dynamische Formkurven und ein vielschichtigeres Scouting-System.
Verhandlungen werden langfristige Unternehmungen sein und die Werte der Profis weniger statisch – eben eher so, wie der reale Fußball sowohl vor als auch hinter den Kulissen funktioniert. Das ist die Devise, mit der EA an die Karriere herangeht, die man vor allem als Manager des eigenen Teams erlebt, und bei der Vorstellung des Spiels direkt im Entwicklerstudio haben uns die Entwickler einen Überblick darüber gegeben, wie sie besonders den Transfermarkt und die Entwicklung der Leistungen eines Spielers für FC 27 stark erweitert haben.
Tatsächlich nennt EA die größte Neuerung in Sachen Karriere sogar „Transfer 2.0“, weil man weniger als zuletzt einfach einen Preis anklickt, um den angefragten Profi damit zu kaufen oder nicht. Gut, scouten musste man auch vorher schon, aber schon diesem Teil kommt jetzt eine größere Bedeutung zu. So sieht man zu Beginn zwar, über welche grundlegenden Fähigkeiten ein gesuchter Profi verfügt, aber kennt dadurch noch nicht das Potenzial, zu dem er sich entwickeln kann. Wobei der Wert des Potenzials bei einem jüngeren Spieler um einiges stärker von seinem OVR, also dem Gesamtwert seiner Fähigkeiten, abweichen kann als bei einem etablierten Profi, dessen Entwicklung zum großen Teil längst abgeschlossen ist.
Außerdem geht es beim Scouten darum, eine neue Größe herauszufinden: den Expected Transfer Value, xTV, des Profis. Dabei geht es zusätzlich um sein Alter, die Bedingungen des noch bestehenden Vertrags, auf welcher Position er spielt, die finanzielle Situation der beteiligten Clubs sowie die Marktwerte konkurrierender Spieler und mehr – alles Faktoren, die dem Verein ein genaueres Bild darüber liefern, wie viel der Wunschkandidat in dem komplexen wirtschaftlichen Umfeld tatsächlich wert ist.
Hat man sich darüber irgendwann ein Bild verschafft, starten die Verhandlungen – und zwar wahlweise entweder mit dem Spieler oder dem anderen Verein. Da jongliert man dann mit Vertragslaufzeiten, an Erfolge oder Misserfolge gekoppelten Gehaltsanpassungen, der Gebühr der beteiligten Agenten und mehr, wobei man zum Vergleich stets den xTV im Blick hat. Und hat man ein Angebot abgeschickt, heißt es dann zunächst mal warten, bevor die Verhandlungen in die nächste Phase gehen. Ja, es ist sogar möglich, dass ein anderer Club sich den Transfer in dieser Zeit wegschnappt, falls dessen Angebot lukrativer erscheint.
Apropos: Andere Vereine achten in FC 27 darauf, ob ein Spieler überhaupt zu der von ihnen angestrebten Spielphilosophie passt, ob er das richtige Alter hat, das gewünschte Prestige oder was auch immer ihnen wichtig ist. Interessant fand ich außerdem, dass die Entscheidungsträger über eurer Managerposition sogar gegen euren Willen auf einen Transfer bestehen können. Da ist also auch in Sachen KI viel mehr Bewegung und Tiefe im Spiel, als man das von dem vergleichsweise statischen Zusammenklicken eines neuen Vertrags im Vorgänger kennt.
Außerdem spielt noch etwas ganz anderes nicht nur in die Vertragsverhandlungen, sondern natürlich das komplette Spiel. Die Athleten zeichnen sich in FC 27 nämlich nicht mehr durch mehr oder weniger starre Werte aus – diese Werte variieren jetzt. Was nichts anderes heißt, als dass man ihre Formkurve erkennt, was besonders Trainer vor knifflige Entscheidungen stellen kann. „Dynamic OVR“ nennt EA das überarbeitete System, in das neben der Form auch die aktuelle Moral, die Match-Fitness sowie die Kondition des jeweiligen Profis hineinzählen.
Genauer gesagt beeinflussen diese vier Variablen jeden einzelnen Grundwert verschieden stark, was sich in der Summe auch auf den OVR auswirkt. Eine Verletzung spürt man dabei mit am stärksten und die Entwickler beschreiben unter anderem das Dilemma, welches Trainer oft in Pressekonferenzen erwähnen: Sollen sie einen wieder ins Training eingestiegenen Profi im kommenden Spiel einsetzen oder ihm mehr Zeit zur Regeneration geben? Bes