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USA: Robert F. Kennedy Jr. startet eigene Kochsendung
Robert F. Kennedy, Jr.: Sein Onkel ist der ehemalige US-Präsident John F. Kennedy
Wem Fleisch zu teuer geworden sei, sagt Robert F. Kennedy Jr. in der ersten Episode seiner neuen Kochshow, für den sei Fisch eine fantastische Option. Der Hinweis sorgte bei den Zuschauern für Erstaunen, schließlich sind etwa Lachs und Thunfisch meist teurer als Schweinefleisch.
Laut dem US-Gesundheitsministerium soll »The Real Food Show«, was übersetzt in etwa so heißt wie »Die Wahre Essenshow«, den Menschen in den USA helfen, gesunde und bezahlbare Mahlzeiten zuzubereiten – mit echten, alltäglichen Produkten, heißt es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag.
»Ich bin Präsident Trump dankbar für seinen Mut und seine Führungsstärke, die Gesundheit des amerikanischen Volkes zu einer nationalen Priorität zu machen«, lässt sich Kennedy darin zitieren.
In der Show sollen Gerichte auf den Tisch kommen, die den neuen US-Ernährungsrichtlinien entsprechen, die Anfang des Jahres vorgestellt wurden; die Ernährungspyramide wurde dafür auf den Kopf gestellt. Die Richtlinie wird standardmäßig alle fünf Jahre aktualisiert.
Die umgekehrte Pyramide fasst Lebensmittel nun in drei Gruppen zusammen: Fleisch und Milchprodukte stehen an der Basis, ebenso wie Obst und Gemüse. An der Spitze kommt Vollkorngetreide. Von Fertigprodukten und zu viel Zucker wird abgeraten.
Umgedrehte Ernährungspyramide: »Verworren und widersprüchlich«
Die Reaktionen von Ernährungswissenschaftlern und Gesundheitsexperten fielen gemischt aus: Gelobt wurde etwa die Empfehlung, Zucker zu reduzieren. Der Fokus auf tierisches Eiweiß aber wurde deutlich kritischer gesehen. Die Expertin Marion Nestle, emeritierte Professorin der New York University, bezeichnete die neuen Empfehlungen als »verworren, widersprüchlich, ideologisch und sehr rückständig«. Kritisiert wurde insbesondere, dass zu den empfohlenen tierischen und pflanzlichen Eiweißlieferanten jetzt auch rotes Fleisch zählt.
In der ersten Folge der neuen Kochshow war der Koch Andrew Gruel zu Gast. Es gab Lachsküchlein mit weißen Bohnen und Salat. Das Gericht soll weniger als fünf Dollar pro Portion kosten. Auf YouTube hat die Folge mehr als 35.000 Aufrufe. In den kommenden Folgen werden der Ankündigung nach einige der bekanntesten Köchinnen und Köche des Landes auftreten.
Die Show soll nach Angaben des Ministeriums helfen, die Gesundheit im Land zu verbessern. Kennedy hatte in der Vergangenheit wiederholt von einem »Gesundheitsnotstand« im Zusammenhang mit Übergewicht gesprochen.