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W Social: Kurznachrichtendienst für per Ausweis verifizierte User vor Öffnung
Blueskys AT-Protokoll bietet die Basis für immer mehr soziale Dienste. Nun schickt sich W Social an, ein europäisches Netz für verifizierte User zu etablieren.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Am Mittwoch soll der öffentliche Beta-Test von W Social beginnen. Der Kurznachrichtendienst setzt als großes Unterscheidungsmerkmal auf eine Verifizierung aller Konten mittels Ausweiskopie – und ansonsten hauptsächlich auf Bluesky. Grundlage von W Social ist das offene AT Protocol, auf dem Bluesky aufbaut. Deshalb ist es in dem neuen sozialen Netzwerk auch nicht leer: Wer sich dort anmeldet, kann Bluesky-Inhalte sehen, abonnieren und damit interagieren.
Laut Eindrücken aus der geschlossenen Beta, die Gavin Karlmeier im Podcast „Haken dran“ zusammenfasst, sieht es auf W Social aber ohnehin aus wie auf Bluesky. Zum Einstieg sollen Leute mit dem Versprechen bewegt werden, dass die gespeicherten Daten in der EU liegen. Dafür gibt es aber bereits ein ähnliches Projekt, das sich Eurosky nennt.
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Hinter W Social steht eine schwedische Firma, aber vor allem die gut vernetzte Geschäftsführerin Anna Zeiter, die früher für eBay gearbeitet hat und seit Wochen die Werbetrommel rührt. Zur Öffnung der Plattform für Interessierte gibt es zahlreiche Medienberichte. Dabei sind noch viele Fragen offen, auf der Seite zu dem Projekt gibt es nur wenige Informationen. Gegenüber der Schweizer Nachrichtenseite Blick hat Zeiter erklärt, dass man 18 Jahre alt sein muss, um auf W Social zu posten. Die Verifizierung erfolgt demnach über einen Pass und ein kurzes Video. Mit W Social soll demnach anfangs kein Geld verdient werden, ab 2027 sollen Werbung und Mikrozahlungen für Nachrichtenartikel hinter einer Paywall Einnahmen generieren.
Inhaltlich sollen mit W Social explizit alle gesellschaftlichen Lager und Schichten angesprochen werden, heißt es in dem Artikel weiter: „Blocklisten, mit denen sich Bluesky-Nutzer ganze politische Lager wegfiltern, werde es nicht geben“. Damit wirbt man augenscheinlich nicht um Nutzerinnen und Nutzer dieser Plattform, sondern zielt wohl primär auf Neuanmeldungen von Menschen, die sich auf Bluesky bislang nicht anmelden wollten. Zeiter spricht demnach sogar gezielt konservative Medien und Politiker an, um sie zu einer Anmeldung zu bewegen. Ohne die würde W Social „genauso langweilig wie Bluesky“. Ob diese Geringschätzung der Nutzerschaft von Bluesky – die immerhin vor allem am Anfang für einen Großteil der Inhalte auf W Social sorgen wird – zielführend ist, muss sich zeigen.
Für Ärger sorgt W Social zudem mit einer Grafik, die die großen sozialen Netzwerke auf einer Weltkarte zeigen soll und auf der Europa leer ist. Dass es mit Mastodon aber einen etablierten Dienst aus Deutschland gibt, der Teil des viel größeren Netzwerks namens Fediverse ist, wurde unterschlagen. Zudem ist W Social anders als Bluesky, Eurosky und eben Mastodon nicht Open Source. Technisch handelt es sich auch nur um einen sogenannten PDS. Dieser Personal Data Server hält die Daten der Nutzerinnen und Nutzer vor, nicht aber die Inhalte von Bluesky selbst. Damit hat W Social die Kontrolle über diese Daten, Interessierte können solch einen PDS aber auch selbst hosten. Unklar ist, ob W Social auch weitere Komponenten für den Betrieb eines sozialen Netzwerks auf dem AT Protocol betreiben will.
Während der Start des öffentlichen Beta-Tests am Mittwoch sogar von der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beworben wurde, muss ein ähnliches Projekt mit deutlich weniger Werbung auskommen: Eurosky wird von einer gemeinnützigen Organisation aus den Niederlanden entwickelt und wirbt ebenfalls d