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Ansturm auf Exklave: Was Ceuta für die EU bedeutet
Vor wenigen Wochen ist die Asylreform der EU in Kraft getreten. Doch nach Ceuta wird erneut über Migrationsregelungen diskutiert. Wie haben die Mitgliedsstaaten reagiert? Und warum gibt es Kritik an Spanien?
Zehntausende Migranten haben in den vergangenen Tagen von Marokko aus die spanische Exklave Ceuta erreicht. Die meisten sind inzwischen zurückgekehrt, offenbar auch, weil sie von dort nicht weiterreisen konnten. In der Nacht zu heute versuchten auch Migranten, in die Exklave Melilla vorzudringen, wurden dabei allerdings gestoppt.
Auch wenn sich die Lage entspannt hat: Die Bilder der vergangenen Tage haben viele an die Flüchtlingskrise 2015 erinnert - und nun eine neue Debatte über die Asylpolitik der EU entfacht. Dabei ist die Europäische Asylreform (GEAS) erst vor wenigen Wochen in Kraft getreten.
Mehrere Länder haben bereits stärkere Kontrollen angekündigt. Italien setzte das Schengen-Abkommen gegenüber Spanien vorübergehend aus. Heute wollen sich Experten der EU-Mitgliedsstaaten austauschen. Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez fordert zudem eine EU-Sondersitzung auf Ministerebene.
Jahre hat die EU um neue Regeln für den Umgang mit Asylsuchenden gerungen - heute treten sie in Kraft.
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Bis Freitagvormittag waren etwa 50.000 Menschen irregulär aus Marokko angekommen. Die meisten von ihnen verließen das spanische Staatsgebiet inzwischen wieder Richtung Marokko, melden Behörden. Wie viele sich noch in der Exklave aufhalten, ist unklar.
Ceuta gehört zu Spanien, Spanien ist Teil des Schengen-Raums. Aber Migranten auf Ceuta kommen nicht so einfach auf das europäische Festland. Denn für die Exklaven gilt innerhalb des Schengenraums eine Sonderregelung. Wer von dort auf das spanische Festland oder in andere Teile des Schengenraums reist, wird grundsätzlich erneut kontrolliert.
Sollten die Migranten also dennoch versuchen, das Mittelmeer zu überqueren, würden sie zunächst an einer EU-Außengrenze ankommen. Laut EU-Kommission gibt es bisher aber keine Anzeichen dafür, dass die Menschen diesen Versuch unternehmen. Darüber hinaus deutet derzeit nichts darauf hin, dass die spanischen Behörden die Menschen aufs Festland bringen wollen.
Hintergrund
31.07.2026
Sie gehören zu Spanien, liegen aber in Nordafrika - umgeben von Marokko und dem Mittelmeer.
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