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Rhein verzeichnet historisch niedrige Wasserstände
Die Pegelstände des Rheins und anderer deutscher Flüsse sind wegen anhaltender Trockenheit teils so niedrig wie noch nie. Das macht auch der Schifffahrt Probleme. Nordrhein-Westfalen fordert nun einen nationalen Krisenstab.
Anhaltend hohe Temperaturen und ausbleibender Regen führen derzeit an vielen Gewässern zu Problemen. Auch den großen Flüssen Rhein, Elbe und Donau fehlt Wasser. In Nordrhein-Westfalen ist der Stand der Rhein-Pegel nun an weiteren Stellen auf ein Rekordtief gesunken.
Am Pegel Duisburg-Ruhrort wurde am Sonntagmorgen ein Stand von 150 Zentimetern gemessen, wie aus den Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. Das sind drei Zentimeter weniger als der bisherige jemals gemessene Tiefstand vom 23. Oktober 2018.
Auch in Düsseldorf sank der Pegelstand auf ein neues historisches Tief von 22 Zentimetern - einen Zentimeter unter dem bisherigen Tiefstwert.
In Köln war bereits am Samstagmittag mit 67 Zentimetern der niedrigste Pegelstand seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen worden - zwei Zentimeter weniger als im Oktober 2018.
Das Niedrigwasser beeinflusst dabei zunehmend auch den Schiffsverkehr. Eine behördliche Sperrung des Rheins gibt es zwar "in aller Regel" nicht, erklärte Fabian Spieß, stellvertretender Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB). Anders als bei Hochwasser entscheide jeder Schiffsführer selbst, wann es sich nicht mehr lohne, zu fahren. Schiffe kämen vielerorts aber nur noch mit reduzierter Ladung durch die Fahrrinne, berichtete der WDR.
Schiffe können vielerorts nur noch mit stark reduzierter Frachtmenge verkehren.
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Um der Schifffahrt zu helfen, willl der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) bundesweit die Kräfte bündeln. "Wir brauchen kurzfristig eine nationale Taskforce für Maßnahmen, um die Transportlage zu verbessern", sagt er. Deshalb müsse die Niedrigwasser-Situation an den großen Flüssen Thema auf der Sonder-Verkehrsministerkonferenz sein, forderte Krischer. Eigentlich soll es bei der für Donnerstag geplanten Videoschalte um Bahn-Trassenpreise gehen.
Nach Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) führen deutsche Flüsse derzeit an vielen Stellen Niedrigwasser. Regenschauer lassen die Wasserstände nur kurz steigen. Laut dem Informationssystem Niwis wiesen zuletzt rund 44 Prozent der Messstellen im Rhein extrem niedriges Wasser aus, 16 Prozent in der Elbe und circa 78 Prozent der Donau-Messstellen.
In den nächsten Tagen sei an den großen Flüssen überwiegend mit weiter fallenden Wasserständen zu rechnen, erklärte die BfG. Die Niedrigwassersituation werde voraussichtlich weiter anhalten, sich räumlich ausweiten und bei ausbleibenden Niederschlägen weiter verschärfen, hieß es.