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Shigeru Miyamoto: Nintendo-Legende spielt privat fast gar keine Videospiele mehr
Der Mario-Erfinder greift nur noch zum Controller, wenn der Nachwuchs zu Besuch ist und Hilfe bei schwierigen Bosskämpfen braucht.
Nintendo-Legende Shigeru Miyamoto spielt laut eigener Aussage kaum noch Videospiele. Die einzige Ausnahme macht er beim Besuch seiner Enkelkinder.
Im Gespräch mit dem japanischen Magazin Famitsu sagt Miyamoto: "Nun, für mich alleine spiele ich eigentlich gar nicht mehr."
Für den Besuch seiner Enkelkinder ist er jedoch bestens vorbereitet: "Wenn sie zu Hause Videospiele hätten, würden meine Enkel wahrscheinlich viel zu viel zocken. Also bewahre ich die Konsolen bei mir auf und sage: 'Wenn ihr spielen wollt, kommt zu Opa.' Die Kleinen schaffen es oft nicht, Spiele ganz alleine durchzuspielen. Ich glaube, sie freuen sich riesig, wenn wir das gemeinsam erledigen. Vor dem Boss in Captain Toad: Treasure Tracker haben sie zum Beispiel ziemlich große Angst. Den übernehme ich dann für sie."
Captain Toad: Treasure Tracker ist ein charmantes Rätsel-Spiel von Nintendo, das 2014 für die Wii U erschien und später für Switch portiert wurde. Spieler steuern den nicht springenden Pilzkopf durch diorama-artige Level, die kreatives Denken erfordern.
Das mag auf den ersten Blick überraschen, passt jedoch zu Miyamotos Philosophie. Er achtet zum Beispiel bei Neueinstellungen darauf, dass Leute auch Hobbys abseits des Gamings haben – er selbst zieht ebenfalls Inspirationen aus seinen sonstigen Interessen. Daraus entstanden etwa Titel wie Nintendogs und Wii Music.
"Ich suche immer nach Designern, die keine absoluten Hardcore-Gaming-Fans sind", betonte Miyamoto einst im Gespräch mit der New York Times. "Mir ist extrem wichtig, dass sie nicht nur Gamer sind, sondern verschiedenste Interessen und Fähigkeiten mitbringen."