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Kürzungen beim Wohngeld - mehr Armut in Deutschland?
Die Bundesregierung plant Kürzungen beim Wohngeld. Ein Drittel aller Betroffener soll künftig leer ausgehen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband befürchtet steigende Armut - besonders bei Familien und Alleinerziehenden.
Jasmin Roob fürchtet, dass sie von den geplanten Kürzungen beim Wohngeld betroffen sein wird. Die 39-Jährige lebt mit Sohn Din und Tochter Savannah in Stuttgart. Als Sozialarbeiterin verdiene sie 1.700 Euro netto im Monat, sagt sie. Mehr als eine 60-Prozent-Stelle schaffe sie mit der Kinderbetreuung nicht. Die Miete in dem Stuttgarter Mehrapartmenthaus am Stadtrand liege mit Nebenkosten bei über 1.000 Euro monatlich.
Was übrig bleibt, reiche nicht zum Leben mit zwei Kindern, sagt sie. Deshalb sei sie auf Hilfe vom Staat angewiesen. Auch ohne viel Geld versucht Jasmin Roob, sich und ihren Kindern ein schönes Leben zu ermöglichen, doch überall sind die finanziellen Sorgen mit dabei. "Wenn meine Waschmaschine kaputt gehen würde, hätte ich ein Problem. Eine neue wäre nicht drin." Ohne Zuschüsse wie das Wohngeld wisse sie nicht, wie sie über die Runden kommen soll. Jetzt schon überlegen sich viele Paare in ihrem Umfeld, ob sie sich überhaupt noch ein Kind leisten können, sagt sie. "Ich kenne viele Paare mit zwei Einkommen, die kein zweites Kind wollen, weil es zu teuer in Stuttgart ist."
Laut dem Insitut der deutschen Wirtschaft gibt es zudem große regionale Unterschiede auf dem Wohnungsmarkt.
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Ein Drittel weniger Haushalte sollen laut Plänen der Bundesministerin für Bauen und Wohnen Verena Hubertz (SPD) Wohngeld bekommen.
Zwischen 1,5 Milliarden Euro und zwei Milliarden Euro will die Bundesregierung so einsparen. Etwa 1,2 Millionen Haushalte haben laut statistischem Bundesamt 2024 Wohngeld bezogen.
FAQ
20.06.2026
Beim Wohngeld soll gekürzt werden. Laut einem Medienbericht will die Regierung Milliarden sparen. Was ist geplant?
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Die Kürzungen würden vor allem Alleinerziehende und Familien mit Kindern betreffen, warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband. "Wir müssen sehen, 70 Prozent der Menschen in Wohngeldhaushalten leben in Haushalten mit Kindern", sagt Hauptgeschäftsführer Joachim Rock.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat berechnet, dass mit einem Wegfall des Wohngelds die Armut in Deutschland drastisch steigen würde. Rock sieht vor allem Alleinerziehende von den Einsparungen betroffen.