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KI-Update kompakt: KI-Investitionen, Forschungssoftware, iCloud+, GEMA vs. Suno
Das "KI-Update" liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft haben seit 2023 mehr als eine Billion US-Dollar in KI-Technik und Rechenzentren gesteckt, wie eine Rechnung der Financial Times zeigt. Allein für dieses Jahr planen die vier Firmen Investitionen von 745 Milliarden Dollar, rund 20 Milliarden über den ursprünglichen Prognosen. Der Marktforscher Gartner nannte den Ausbau kürzlich das größte Infrastrukturprojekt der Menschheitsgeschichte.
Der Aufwand belastet die Bilanzen. Der freie Cashflow der vier Konzerne fiel im zweiten Quartal auf sieben Milliarden Dollar, den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Langfristige finanzielle Verpflichtungen der Tech-Riesen, etwa aus Leasingverträgen und Energiepartnerschaften, summieren sich im zweiten Quartal 2026 auf fast 900 Milliarden Dollar. Ob sich die Ausgaben rechnen, hängt davon ab, ob Partner wie OpenAI und Anthropic ihre zugesagte Rechenleistung tatsächlich bezahlen können. Wächst die Infrastruktur schneller als der Bedarf, droht eine Blase.
Die EU-Kommission hat eine Ausschreibung für bis zu sieben KI-Gigafabriken gestartet. Aus Mitteln der EU und der Mitgliedstaaten sollen bis zu zehn Milliarden Euro fließen. Damit will Brüssel mindestens 20 Milliarden Euro an privaten Investitionen anstoßen.
Die Fabriken sollen Start-ups, Firmen, Forschung und Behörden Zugang zu Rechenleistung für das Training großer KI-Modelle geben. 18 Mitgliedstaaten beteiligen sich, darunter Deutschland. Die ersten Standorte sollen 2027 in Bau gehen.
Google hat eine KI-Funktion in Google Earth nach zwei Tagen wieder abgeschaltet. Die Funktion sollte antike Stätten sichtbar machen oder Bauprojekte darstellen. Journalisten der BBC umgingen die Sicherheitsvorkehrungen jedoch schnell und erzeugten täuschend echte Bilder: einen umgekippten Eiffelturm, eine versunkene Pyramide in Ägypten, nicht existierende Atommeiler im Iran.
Solche Fälschungen wirken durch das seriöse Google-Umfeld besonders glaubwürdig. Zwar trugen die Bilder KI-Hinweise, doch diese ließen sich leicht entfernen. Auch spezialisierte Erkennungswerkzeuge fielen teils auf die Fälschungen herein. Google will die Funktion mit strengeren Sperren erneut freischalten.
Viele wissenschaftliche Programme entstehen als Nebenprodukt einzelner Fachartikel und werden ohne saubere Tests kaum gepflegt. Ein Bericht von OpenAI und akademischen Partnern hat in acht Fallstudien, meist aus der Biologie, geprüft, ob Coding-Agenten wie Codex und Claude Code helfen können. Bei der Geschwindigkeit sind die Ergebnisse deutlich. Ein Werkzeug namens RustQC bündelte 15 Einzelprogramme zur Qualitätskontrolle in einem, die Laufzeit sank von über 15 Stunden auf knapp 15 Minuten.