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Preise für GPU und RAM steigen weiter: AMD soll sich Berichten zufolge an Nvidias Erhöhungen anpassen
Wegen der extremen KI-Nachfrage steigen die GPU-Kosten: Nach Nvidia hebt nun auch AMD die Preise für Grafikchips um mindestens 10 Prozent an.
Erst kürzlich gab es Berichte, dass Nvidia die Preise für Grafikkarten und Speicherbausteine anzieht. Jetzt zieht Konkurrent AMD offenbar nach.
Das berichtet der Branchen-Insider Harukaze5719 (via PC Gamer). Demnach hat AMD schlicht darauf gewartet, dass Nvidia den ersten Schritt macht. „Damit wollte man verhindern, an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren oder Marktanteile einzubüßen, falls man die Preise in einer Phase hoher Nachfrage zu voreilig anpasst“, so Harukaze5719 auf X.
Der enorme Ausbau von KI-Rechenzentren bindet weltweite Kapazitäten für DRAM und VRAM. Da Speicherhersteller ihre Produktion prioritär auf gewinnbringende Server-Module ausrichten, verteuern sich Komponenten wie GDDR-Speicherbausteine für Gaming-Grafikkarten spürbar.
Laut dem Bericht hat AMD die Hersteller bereits über einen Preisanstieg von „mindestens 10 Prozent“ für alle Produkte informiert. Die Erhöhung greift ab Anfang August. „Preislich dürfte sich das auf einem ähnlichen Niveau wie bei den Nvidia-Grafikkarten bewegen“, schreibt Harukaze5719 weiter.
Vergangene Woche hieß es bereits, dass Nvidia die Preise für Grafikkarten und zugehörige Komponenten um 20 bis 30 Prozent anhebt. Einem weiteren Bericht zufolge dreht auch Samsung an der Preisschraube und verteuert seine Speicherbausteine in ähnlichem Rahmen. Uff – wenn ihr gerade aufrüsten oder neue Gaming-Hardware kaufen wollt, ist das wirklich der denkbar schlechteste Zeitpunkt.
Hauptgrund für das Ganze ist die extrem hohe Nachfrage nach Komponenten durch KI-Rechenzentren. Diese Unternehmen schließen lukrative Deals ab und sichern sich so riesige Mengen der laufenden Produktion. Laut Harukaze5719 kommen weitere Faktoren hinzu: Der Markt für Consumer-Grafikkarten erholt sich aktuell nur schleppend, Kundinnen und Kunden reagieren extrem sensibel auf hohe Preise und die Händler müssen erst noch alte Lagerbestände abverkaufen.
Die Kettenreaktion bekommen wir auch im Konsolen-Bereich zu spüren. Hier erleben wir derzeit das präzedenzlose Phänomen, dass Konsolen nach ihrem Launch teurer werden statt günstiger. Alle drei großen Anbieter – Nintendo, Sony und Microsoft – haben die Preise ihrer Konsolen seit Release angehoben, teils sogar mehrfach. Und sie warnen bereits, dass das nicht das letzte Mal gewesen sein könnte. Dieser Trend könnte dazu führen, dass die nächste Konsolengeneration erstmals an der 1000-Euro-Marke kratzt. Die Preiskrise ist also noch lange nicht vorbei.