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Samsung verbannt Smart-TV-Apps mit Proxy-Code – Gefahr des Einfalltors für Fremde
von Felix Frank
Aug. 3, 2026 |
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Samsung zieht die Reißleine: Der Konzern sperrt Smart-TV-Apps, die die Internetverbindung ihrer Nutzer mit Dritten teilen. Diese enthalten einen Code, der Fremden die Internetverbindung des Besitzers zugänglich macht und dies nach einer jüngst veröffentlichten Sicherheitsstudie ein Hijacking-Risiko birgt.
Auslöser ist eine am Montag veröffentlichte Untersuchung der norwegischen Sicherheitsfirma Mnemonic. Jene beschreibt, wie mehrere populäre Apps im Samsung-Store Code für sogenannte Residential-Proxy-Netzwerke enthalten – kurz Resproxies. Laut den Entwicklern einiger dieser Apps laufen sie auf Hunderten Millionen Fernsehern in Wohnzimmern weltweit.
Das Prinzip dahinter ist simpel und heikel zugleich: Der eingebettete Code verwandelt den Fernseher in einen Exit Node, über den Fremde ihren Web-Traffic leiten – und das auch dann, wenn die App längst nicht mehr geöffnet ist. Betroffen war unter anderem ein schlichtes Pac-Man-Spiel, das Samsung sogar in der Rubrik Editor’s Choice prominent auf den TV-Bildschirmen empfohlen hatte.
Viele der Smart-TV-Apps bestehen nur aus wenigen Zeilen Code und Inhalte werden von externen Servern geladen. Was geprüft wurde, ist entsprechend nicht zwangsläufig das, was läuft. Das birgt das Risiko, dass mit einer einfachen Code-Änderung auf einem Webserver Millionen von TV-Geräten in ein potenziell bösartiges Botnet verwandelt werden können.
Samsung hat Neuregistrierungen von Apps mit Proxy-Funktionen eingeschränkt und man erarbeite plattformweite Entwicklerrichtlinien. Auch bestehende Apps mit entsprechenden Komponenten sollen identifiziert und entfernt werden. LG hat vergleichbare Schritte für deren Geräte ebenfalls bereits angekündigt.
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