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Unreal Engine 5.8: Neues KI-Tool lässt Sprachmodelle die Engine per Text steuern
Mit dem Plugin "Unreal MCP" steuern Entwickler die Software über Prompts. Epic-Chef-Entwickler versprechen kürzere Iterationszyklen für Spiele.
Epic Games hat ein neues Tool für die Unreal Engine 5.8 enthüllt. Es ermöglicht generativen KI-Sprachmodellen (LLMs), sich direkt in die Engine einzuklinken und mit ihr zu kommunizieren, um deren Werkzeuge über Textbefehle (Prompts) zu steuern.
Dieses Tool namens "Unreal MCP"-Plugin wurde während der aktuellen State of Unreal-Übertragung vorgestellt. Präsentiert wurde es von Michael Lentine, dem Senior Director der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Epic Games. Unreal-Engine-Entwickler können es ab sofort nutzen.
Das erste Beispiel zeigte die Unreal Engine auf der einen Bildschirmhälfte und ein Chat-Fenster von Claude auf der rechten Seite. Ein Nutzer gab Claude anschließend Anweisungen, woraufhin das LLM eigenständig Möbel in einem leeren Raum generierte und anpasste.
Lentine betonte während der Vorführung jedoch ausdrücklich, dass ihr als Entwickler weiterhin die Kontrolle behaltet. "Modelle sind gut für grobe Iterationen", sagte Lentine. "Ihr wisst dafür genau, was ihr wollt." Danach zeigte er die Entstehung einer Stadtlandschaft, die durch eine Kombination aus Handarbeit und KI-Generierung entstand.
In einem späteren Beispiel ging es um die passende Beleuchtung für diese Stadt. Der Nutzer bat das LLM um einen "bewölkten" Himmel. Das Modell lag hierbei jedoch daneben, was Lentine direkt hervorhob. Die Präsentation zeigte daraufhin, wie der Nutzer den Fehler ganz einfach manuell über das Chat-Fenster korrigieren konnte.
Zum Abschluss war eine kleinere Sequenz in einer städtischen Straße zu sehen, in der eine Gefahr ausgelöst wird, sobald sich ein Spieler nähert. Laut Lentine würde so eine Szene "normalerweise tagelanges Hin und Her zwischen verschiedenen Abteilungen bedeuten". Das Video demonstrierte dann, wie das neue Tool dieses Problem ziemlich schnell lösen kann.
"Was wir hier heute gezeigt haben, würde von Hand Monate dauern. Aber mit dem MCP-Server und Unreal konnten unsere Artists das alles innerhalb weniger Tage auf die Beine stellen", erklärte Lentine. "Wenn ihr die technischen Hürden senkt, könnt ihr öfter iterieren und bessere Spiele machen."
Obwohl es sich hierbei um eine vorbereitete Präsentation handelt, die nicht zwingend den realen Arbeitsalltag von Entwicklern widerspiegelt, scheint das Tool die Grenzen zwischen KI-Generierung und klassischer Handarbeit in der Spieleentwicklung weiter zu verwischen.
Darüber hinaus betrat mit Marcus Wasmer (EVP of Development bei Epic Games) ein weiterer Entwickler die Bühne und erteilte den Spekulationen, dass KI bald Game-Engines ersetzen wird, eine Absage. Stattdessen erklärte er, dass "KI-gestützte Spieleentwicklung" die Iterationszyklen verkürzen und zeitraubende Aufgaben reduzieren wird.