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Führenden KI-Konzernen fehlt Gewinn
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Fünf führende KI-Unternehmen – Amazon, Google, Microsoft, Meta und Oracle – geben so viel für die Entwicklung von KI und deren Bereitstellung für Kunden aus, dass sie laut einer Analyse der Washington Post auf der Grundlage von Daten von S&P Global Market Intelligence im kommenden Jahr voraussichtlich hohe Verluste verzeichnen werden.
Der freie Cashflow – der den nach Abzug von Ausgaben und Kosten für die KI-Infrastruktur verbleibenden Barmittelbestand misst – dürfte für die fünf Unternehmen zusammengenommen im Jahr 2026 auf nahezu null schrumpfen und im darauffolgenden Jahr erneut auf minus 125 Milliarden US-Dollar sinken.
Diese Entwicklung verursacht jedermann in den USA Kopfschmerzen. Denn einerseits kurbelt der KI-Boom die Wirtschaft an, andererseits sorgt er für höhere Preise bei Strom und elektronischen Geräten. Außerdem ist in den USA die Altersvorsorge stark an den Aktienmarkt gekoppelt und könnte bedroht sein, sollte die Blase platzen.
Die Ausgaben von Amazon und Google im Bereich der künstlichen Intelligenz haben die Unternehmen zu einem wenig ruhmreichen Meilenstein geführt: Laut Daten von S&P Global haben sie in den letzten drei Monaten mehr Geld verloren als jedes andere große US-Unternehmen. Finanzanalysten gehen davon aus, dass Elon Musks Unternehmen SpaceX in dieser Woche einen noch stärkeren Liquiditätsverlust verzeichnen wird. Der Grund dafür liegt auf der Hand: SpaceX gibt ein Vermögen für KI aus. Auch Oracles Ausbaupläne für gigantische Rechenzentren gründen auf einem riesigen Schuldenberg.
Dem stehen fehlende und zudem schwer messbare Gewinne gegenüber. Dem letztgenannten Problem – der Ermittlung der Wirtschaftlichkeit von KI-Ausgaben – widmet sich eine im Juli gegründete neue Unterorganisation der Linux Foundation, die Tokenomics Foundation. Diese neue Stiftung wird sich auf die Etablierung offener Industriestandards, Benchmarks und bewährter Verfahren für die Ökonomie von KI-Infrastrukturen konzentrieren. Die Tokenomics Foundation wird eng mit der FinOps Foundation zusammenarbeiten und das Prinzip der Steuerung variabler Technologieausgaben auf die Ära der tokenbasierten KI ausweiten.
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