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Fehlendes 4K UHD und HDR: Disney+ bietet anteilige Rückerstattung an
Nach dem temporären Aus von 4K UHD und HDR bietet Disney+ Kunden in Deutschland eine anteilige Rückerstattung für den aktuellen Abrechnungszeitraum und fehlende Features an. Von Relevanz könnte dies vor allem für Nutzer mit Jahresabo sein, die nach einer Kündigung für ungenutzte Monate normalerweise kein Geld zurückerhalten.
Im Rechtsstreit um HEVC musste Disney+ Ende Juli 4K UHD und HDR in Deutschland deaktivieren. Jetzt ist zumindest die Ultra-HD-Auflösung wieder zurück, doch lässt sich diese nach einer Codec-Umstellung nicht auf allen Geräten nutzen. Darüber hinaus kann Disney+ HDR weiterhin nicht anbieten, zudem fehlen nach wie vor die bereits im Februar aufgrund des Rechtsstreits gestrichenen Features HDR10+, Dolby Vision und 3D-Inhalte.
In einer E-Mail an Abonnenten, die ComputerBase vorliegt, informiert der Streaming-Anbieter über diesen Umstand. Kompatibel zur „alternativen Technologie-Lösung“, wie die neue Umsetzung von Disney+ gestern erklärt wurde, seien demnach unter anderem Android-TV-Geräte (einschließlich ausgewählter Modelle von Google, Philips, Sony und anderen), Amazon Fire TV, LG-Fernseher ab 2020 sowie Sky Glass und Sky Stream.
Aufgrund der Aktualisierungen unterstützen einige Geräte, die zuvor 4K UHD unterstützt haben, dies möglicherweise nicht mehr. Aktuell unterstützte Geräte umfassen unter anderem Android TV-Geräte (einschließlich ausgewählter Modelle von Google, Philips, Sony und anderen), Amazon Fire TV, LG-Fernseher ab 2020, Sky Glass und Sky Stream. Gerätekompatibilität, Unterstützung und Verfügbarkeit von 4K UHD können variieren und sich im Laufe der Zeit verändern. Wir planen, die Unterstützung für weitere Geräte in Zukunft auszuweiten.
Disney+ hatte bislang auf HEVC gesetzt, doch scheint der Anbieter mittlerweile zu VP9 gewechselt zu sein, wie Heise auf einem Amazon Fire TV Cube ermittelt hat. Dieser alternative Codec kann unter Umständen aber nicht von allen zuvor zu HEVC kompatiblen Geräten wiedergegeben werden – deshalb die E-Mail an Abonnenten.
In der E-Mail erklärt der Anbieter außerdem: „HDR ist derzeit auf Disney+ in deinem Land nicht verfügbar. Wir arbeiten daran, die Funktion so schnell wie möglich wiederherzustellen.“
Weil aktuell von Disney+ nicht mehr derselbe Funktionsumfang wie zu Vertragsabschluss geboten werden kann, bietet das Unternehmen jetzt zum einen bei einer Kündigung die Rückerstattung für den ungenutzten Teil des Abonnementzeitraums, zum anderen bei der Weiternutzung des Premium-Abonnements eine anteilige Rückerstattung oder alternativ den Wechsel in einen anderen Tarif an.
Ein gekündigtes Monatsabo läuft regulär bis zum Ende des bereits bezahlten Monats weiter, ein Jahresabo analog dazu bis zum Ende des gebuchten Jahres. Es gab unter den bisherigen Bedingungen der Kündigungsfrist aber kein Geld für ungenutzte Monate zurück. Letzteres hat Disney+ für die aktuelle Situation angepasst: „Wir erstatten dir den ungenutzten Teil des Abonnementzeitraums, den du im Voraus bezahlt hast.“
Will man stattdessen Premium-Abonnement bleiben, bietet Disney+ eine anteilige Rückerstattung für den aktuellen Abrechnungszeitraum an. Laut Informationen von ComputerBase setzt Disney+ bei einem Jahresabo für die Restlaufzeit eine Rückerstattung von 2,50 Euro pro Monat für fehlendes 4K UHD und HDR an. Im Support-Chat für entsprechende Anfragen muss man derzeit aber mit langen Wartezeiten rechnen, bei einem Teammitglied von ComputerBase waren es rund 40 Minuten. Als Alternative können Nutzer in einen anderen, günstigeren Tarif wechseln.
Da diese Änderungen Auswirkung auf die Funktionen deines Premium-Abos haben können, kannst du dein Abonnement innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt dieser Benachrichtigung ohne finanzielle Nachteile kündigen. Du musst nicht erklären, wie sich die Änderungen auf dich auswirken. Dein Abonnement endet, sobald wir deine Anfrage bearbeitet haben. Wir erstatten dir den ungenutzten Teil des Abonnementzeitraums, den du im Voraus bezahlt hast.