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UGREEN UGOS: So funktioniert die Ordner-Verschlüsselung im NAS-Betriebssystem
von caschy
Aug. 4, 2026 |
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UGREEN stellt mit den jüngsten Updates für sein Betriebssystem UGOS ab Version 1.18.0 eine native Ordner-Verschlüsselung bereit. Administratoren und Anwender können damit sowohl freigegebene Ordner als auch persönliche Benutzerordner direkt auf der ersten Ebene absichern.
Das System setzt auf eine Passwort- und Schlüssel-Verschlüsselung. Bei der Aktivierung legt der Nutzer ein Passwort fest, woraufhin das System automatisch eine Schlüsseldatei generiert und lokal auf den Rechner herunterlädt. Befindet sich ein Ordner im ungemounteten Zustand, bleiben die enthaltenen Daten geschützt. Selbst wenn die verbauten Festplatten aus dem NAS ausgebaut und in ein anderes Gerät eingesetzt werden, ist ohne den passenden Schlüssel kein Zugriff möglich.
Die Handhabung im Alltag erfolgt über die Dateien-App im UGOS-Webinterface. Neue freigegebene Ordner lassen sich direkt beim Erstellen verschlüsseln, bestehende Ordner können nachträglich über das Kontextmenü gesichert werden.
Normale Nutzer haben zudem die Möglichkeit, ihre eigenen persönlichen Ordner zu verschlüsseln, sofern Administratoren ihnen die entsprechende Berechtigung erteilt haben. Nach der Einrichtung bleibt der Ordner zunächst automatisch im System eingebunden.
Wird ein verschlüsselter Ordner manuell ungemountet, verschwindet er aus der Dateiansicht und ist auch für System-Apps wie Fotos, Musik, Theater oder Docker-Container nicht mehr erreichbar. Erst durch erneutes Mounten unter Eingabe des Passworts oder nach Upload der Schlüsseldatei stehen die Dateien wieder bereit. Für Datensicherungen, etwa über Sync und Backup, muss der Ordner zwingend gemountet sein, da die Daten im ungemounteten Zustand vom System nicht gelesen werden können. Das geschieht etwas unbequem über die Dateien-App in der Verwaltung freigegebener Ordner.
Einige technische Randbedingungen gilt es zu beachten: Verschlüsselte Ordner im Btrfs-Dateisystem können nicht über das NFS-Protokoll im Netzwerk freigegeben werden. Zudem führt die laufende Ver- und Entschlüsselung beim Lese- und Schreibzugriff zu einer höheren CPU-Auslastung und geringeren Übertragungsgeschwindigkeiten. Sollten Passwort und Schlüsseldatei verloren gehen, sind die Daten unrettbar verloren, da es keine Wiederherstellungsmethode gibt.
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