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Databricks Genie One: KI-Agent soll Antworten aus Unternehmensdaten ableiten
Databricks ergänzt seine KI-Plattform um den KI-Agenten Genie One, der dank der neuen Kontextschicht Ontology Unternehmensdaten nutzbar machen soll.
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Databricks erweitert seine KI-Plattform um Genie One, einen agentischen Assistenten für Fachabteilungen. Grundlage ist die neue Kontextschicht Genie Ontology, die strukturierte und unstrukturierte Unternehmensdaten zusammenführt und für KI-Agenten nutzbar machen soll.
Genie One richtet sich an Anwender aus Marketing, Vertrieb, Finanzen und weiteren Geschäftsbereichen. Der Assistent verbindet Datenquellen innerhalb und außerhalb von Databricks, beantwortet Fragen in natürlicher Sprache und erstellt daraus Berichte, Dokumente oder Diagramme. Darüber hinaus kann er Monitoring-Aufgaben übernehmen und über angebundene Systeme Aktionen auslösen.
Nach Darstellung von Databricks soll sich Genie One von klassischen KI-Assistenten dadurch unterscheiden, dass Antworten aus SQL-Abfragen auf kuratierten Unternehmensdaten abgeleitet werden. Die erste Genie-Generation beschränkte sich auf Konversationsanalysen über in Databricks gespeicherte Daten. Genie One bindet nun nach Herstellerangaben mehr als 50 Anwendungen und Datensysteme an, darunter Google Drive, Slack, Jira, Confluence und SharePoint. Anwender können Benachrichtigungen für laufendes Monitoring einrichten, Aufgaben planen und über das Model Context Protocol (MCP) Aktionen in angebundenen Systemen auslösen.
Technische Grundlage ist die neue Genie Ontology. Dabei handelt es sich um einen Wissensgraphen, der den Geschäftskontext eines Unternehmens aus Datenbanken, Dateien, Tickets, Chats und Meetings erfassen und laufend aktualisieren soll. Die Ontology baut auf der semantischen Schicht des Unity Catalog auf und übernimmt bestehende Zugriffsrechte.
Databricks begründet den Ansatz mit einem grundlegenden Problem vieler Unternehmens-KI-Systeme: Geschäftsrelevante Informationen liegen verteilt über Datenbanken, Dokumente, Tickets, Chats und andere Systeme vor. Die Modelle selbst seien inzwischen leistungsfähig genug, scheiterten im Unternehmensalltag jedoch häufig daran, den notwendigen Kontext zuverlässig zusammenzuführen.
Anders als viele agentische Systeme, die Informationen erst während einer Anfrage zusammensuchen, erstellt Databricks den Wissensgraphen im Hintergrund. Ein Ranking-Verfahren namens OntoRank bewertet dabei die Relevanz und Autorität von Informationsquellen. Databricks vergleicht den Ansatz mit Googles PageRank für Unternehmensdaten.
Nach internen Messungen des Herstellers soll die Antwortqualität dadurch rund 30 Prozentpunkte über jener generischer Coding-Agenten liegen, bei etwa halber Laufzeit. In der Keynote des Data + AI Summit 2026 sprach Ali Ghodsi, CEO von Databricks, zudem von Einsparungen bei Zeit- und Rechenkosten von bis zu 80 Prozent. Unabhängige Benchmarks oder Kundendaten zur Überprüfung dieser Angaben präsentierte das Unternehmen nicht.
Neben Genie One erweitert Databricks die Produktfamilie um mehrere Werkzeuge. Mit Genie Agents lassen sich bestehende Konversationen als wiederverwendbare Agenten speichern, die Quellen, Anweisungen und Verhalten übernehmen. Das Werkzeug ist bereits allgemein verfügbar.