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Down with the Ship - Rundenstrategie & Raumschiffbau: Nach 12 Stunden mit der Steam-Demo schulde ich dem Entwickler definitiv 15 Euro
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Schiff zusammenschustern, Gegner zerlegen: So spielt sich Down with the Ship
Manchmal lädt man sich eine Demo »nur mal kurz« herunter, um zu schauen, was die Leute in den Kommentaren auf GameStar.de so feiern – und dann sitzt man drei Stunden später immer noch da und schiebt zum gefühlt zehnten Mal einen Plasmawerfer einen Pixel nach links, weil er dann ja zwei Reaktoren statt nur einen berührt.
Genau das ist mir mit Down with the Ship (zum Spiel bei Steam) passiert. Und ich bereue keine Minute.
Der Ablauf ist schnell erklärt: Das Spiel von Iron Anchor Games ist ein Auto-Battler, in dem ihr euer eigenes Raumschiff zusammenschraubt, mit allerlei Gadgets vollstopft und dann gegen die Schiffe anderer Spieler in den Kampf schickt.
Jede Runde spuckt der Shop neue Teile aus: Geschütze, Reaktoren, Crewmitglieder, verfluchte Relikte und allerlei seltsames Zeug. Ihr kauft, was gerade passt, und baut euer Schiff Stück für Stück zu einer fliegenden Festung aus.
Das Wichtigste dabei ist die Positionierung: Wo ein Teil sitzt, entscheidet darüber, ob es überhaupt funktioniert, denn Module wirken über Nachbarschaft und Verbindungen. Ein Geschütz, das neben dem richtigen Reaktor klebt, feuert plötzlich doppelt so schnell. Effekte ketten sich, Boni stapeln sich, und dasselbe Bauteil kann je nach Platzierung eine völlig andere Strategie ermöglichen.
Sobald endlich alles sitzt, drückt ihr auf Kampf und gebt die Kontrolle ab – die Schlachten laufen automatisch ab. Die ganze Spannung steckt also in der Frage, ob euer Konstrukt vorher klug genug gebaut wurde. Gekämpft wird gegen gespeicherte Schiffe echter Mitspieler, asynchron. Ihr kämpft also nie gegen KI-Dummies, sondern immer gegen die fiesen Ideen anderer Menschen.
Noch mehr Abwechslung bringt euer Captain, den ihr vor jedem neuen Durchlauf wählt. Alle Anführer bringen eine andere Rumpfform, eigene Passiv-Fähigkeiten und unterschiedliche Build-Pfade mit.
Die Captains gehören immer zu einer von vier Fraktionen: Diese haben einen eigenen Item-Pool und eine eigene Identität – die eine setzt etwa auf pure Feuerkraft, die andere auf Schadenseffekte über Zeit.
Ihr könnt voll auf die Werkzeuge einer Fraktion setzen, was verlässlich funktioniert, da die Teile aufeinander abgestimmt sind und Boni ineinandergreifen. Oder ihr experimentiert und mischt fremde Teile rein und schustert etwas Unberechenbares zusammen. Kann schiefgehen, kann aber auch eine übermächtige Kombo ergeben, die niemand kommen sieht.