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SPD uneins über Abschaffung der Rente mit 63
Der Plan der Bundesregierung, die "Rente mit 63 Jahren" abzuschaffen, führt auch innerhalb der SPD zu Debatten. So plädiert der Parlamentarische Geschäftsführer Wiese für Härtefall-Ausnahmen, etwa im Straßenbau oder der Schichtarbeit.
In der Debatte über das geplante Ende der "Rente ab 63" gehen die Meinungen auch innerhalb der SPD auseinander. Deren Parlamentarischer Geschäftsführer Dirk Wiese spricht sich dafür aus, die geplante Abschaffung grundsätzlich beizubehalten. Er plädierte aber zugleich für eine Härtefallregelung für besonders belastete Erwerbstätige, insbesondere für "hart arbeitende Schichtarbeiter".
Die Abschaffung der Frührente ohne Abschläge ist einer der Kernpunkte der schwarz-roten Rentenreform. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bas (SPD) hatten angekündigt, das Paket in Gänze umzusetzen.
Auch Wiese warnte davor, einzelne Bestandteile aus dem geplanten Rentenpaket herauszunehmen: "Das ist wie mit einem Jenga-Turm: Wenn Sie einen Klotz herausziehen, dann wird das Ganze instabil", sagt er.
Allerdings würden Menschen in besonders anstrengenden Berufen die Altersgrenze für den abschlagsfrei möglichen Renteneintritt von derzeit 64,5 Jahren oft gar nicht erreichen, so Wiese weiter. Eine Härtefallregelung, die auch schon bei einem früheren Alter ansetzen könnte, würde dies abfedern, sagte er.
Eine mögliche "Blaupause" für Härtefallregelungen könnte Wiese zufolge die sogenannte Schwerarbeitspension aus Österreich sein. Diese Regelung ermöglicht in Österreich eine vorzeitige Pensionierung ab 60 für Menschen, die unter schwerer körperlicher oder psychischer Belastung gearbeitet haben. Dazu gehören etwa nächtliche Schichtdienste, Arbeit bei Hitze oder Kälte, Tätigkeiten mit Chemikalien oder schwere körperliche Arbeit.
Wiese pochte für die Reform zudem auf Vertrauensschutzregelungen für die Dauer von rund fünf Jahren. Viele Menschen hätten ihre Lebensplanung auf die geltenden Regelungen ausgerichtet und damit fest gerechnet. "Es darf keine harte Abbruchkante geben", so der SPD-Politiker.
FAQ
05.08.2026
Die Abschaffung der "Rente mit 63" gilt als ein entscheidender Baustein der Rentenreform der Bundesregierung.
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Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies - ebenfalls SPD - dringt darauf, die jeweilige Lebensleistung eines Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren. Wer 45 Jahre gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt habe, müsse auch davon profitieren, das sei "eine Frage der Gerechtigkeit", erklärte Lies.