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Behörden: "Sehr ernster Sicherheitsvorfall" am Flughafen Leipzig/Halle
Nach dem Fund einer Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle ist der Zünder inzwischen entschärft. Sachsens Innenminister Schuster spricht von einem "sehr ernsten" Vorfall. Bundesinnenminister Dobrindt reist zur Lagebesprechung nach Leipzig.
Nach einem nächtlichen Vorfall mit einer Drohne am Flughafen Leipzig/Halle haben Spezialisten der Bundespolizei eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung entschärft. Dabei wurde der Zünder einer noch unbekannten Sprengvorrichtung entfernt, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung handelte es sich um eine mit den Sprengstoffen PETN und Semtex präparierte Drohne.
Die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden und das im LKA ansässige Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum übernahmen in dem Fall die Ermittlungen. Ein politischer Hintergrund wird demnach nicht ausgeschlossen. Der Flughafen gehöre zum Bereich der kritischen Infrastruktur, hieß es. Unklar ist bislang, woher die Drohne kam.
Sachsens Innenminister Armin Schuster bezeichnete den Vorgang als "sehr ernsten Sicherheitsvorfall." Deshalb ermittelten Landes- und Bundessicherheitsbehörden unter Hochdruck Hand in Hand. Unter anderem sei das Gemeinsame Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen und die Drohnenabwehr der Bundespolizei involviert, so der CDU-Politiker. Er stehe dazu auch "in ständigem Austausch" mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt.
Dobrindt unterbrach wegen des Vorfalls seinen Urlaub und reiste zu einer Lagebesprechung zum Flughafen. Erwartet werde, dass unter anderem Bundespolizei-Präsident Dieter Romann und Verfassungsschutz-Chef Sinan Selen teilnehmen würden, teilte sein Ministerium in Berlin mit.
Die Bedrohungslage in Deutschland habe eine neue Qualität erreicht, erklärte der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung. "Eine mit einer Sprengvorrichtung bestückte Drohne macht unmissverständlich klar, dass unsere Sicherheit bedroht ist", sagte der SPD-Politiker. Die Infrastruktur müsse besser geschützt werden.
Bei dem Fund handelt es sich laut Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung um eine präparierte Drohne.
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Nach den Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung entdeckten Mitarbeiter des Flughafens gegen Mitternacht eine präparierte Drohne, die sich in unmittelbarer Nähe von vier Transportflugzeugen der ukrainischen Staatsairline "Antonov Airlines" befunden haben soll. Der Flugbetrieb wurde zunächst komplett eingestellt.
Dem Bericht zufolge entging der Flughafen wohl nur knapp einer Katastrophe. Der Zünder im angehängten Paket sei offenbar abgerissen und verhinderte dadurch wohl eine Explosion, zitierte der Bericht aus Ermittlungsunterlagen.
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08.10.2025