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Baldur's Gate 3: Statistik zum 3. Jahrestag enthüllt den am häufigsten getöteten NPC
Larian teilt skurrile Statistiken zu 2,62 Millionen Morden, der beliebtesten Waffe im Finale und 9.000 Hochkant-Playern.
Drei Jahre ist der Release von Baldur's Gate 3 nun schon her. Grund genug für Entwickler Larian, tief in den Daten zu kramen und ein paar aufschlussreiche Statistiken ans Licht zu befördern. Zum Beispiel diese hier: Spieldurchläufe ohne den „Dark Urge“ fallen überraschend blutrünstig aus.
Neben einer Infografik mit den am häufigsten getöteten Story-NPCs – wer sich fragt: Es ist der streitlustige Tiefling Zevlor aus dem Druidenhain – enthüllte Larian noch etwas: Mehr Spieler ohne Dark Urge haben die Bardin Alfira umgebracht als diejenigen, die tatsächlich als Dark Urge unterwegs waren.
Das ist wirklich bemerkenswert. Denn als Dark Urge habt ihr schlicht keine Wahl: Wenn die Tiefling-Bardin Alfira über Nacht in eurem Lager bleibt, bringt ihr sie im Schlaf um. Das muss einfach passieren. Wie Larian mir einmal erklärte, soll die Szene zeigen, wozu der Dark Urge fähig ist. Ohne den Dark-Urge-Hintergrund zieht die Ausrede „Das ist automatisch passiert!“ allerdings nicht. Dass der Großteil der 2,62 Millionen Alfira-Morde also völlig vorsätzlich stattfand... Nun ja, was seid ihr nur für fiese Fische!
Zu den weiteren Statistiken gehört die Wahl der Waffen im finalen Kampf des Spiels. Ganz oben auf der Liste steht der extrem mächtige Bogen Gontr Mael. Das Teil teilt ordentlich Schaden aus, verleiht euch Hast und kann mit etwas Glück einen sehr nützlichen Zauber auslösen. Eine fantastische Wahl, für die sich gigantische 33,4 Millionen Spieler entschieden haben. Das sind fast 10 Millionen mehr als beim Großschwert Balduran's Giantslayer. Und extrem viel mehr als die Fraktion, die laut Larian „ein Käse- und Wurstbrett zum Kampf gegen ein Riesengehirn mitgebracht hat“. Wer auch immer ihr seid: Respekt!
Noch spezieller wird es bei den Nischen-Statistiken: Eine „Handvoll“ Spieler kommt auf über 560 manuelle Speicherstände pro Durchgang. Das klingt nach ziemlich viel (war ich das etwa?). Außerdem schafften es weniger als ein Prozent der Spieler, 180.000 Gold anzuhäufen oder mehr als 120.000 Gold auszugeben. „Das entspricht etwa 24 Nacktstatuen von Stoney und Boney aus dem Zirkus“, merkte Larian dazu an.
Und es geht noch skurriler: 114 Personen spielten das Spiel im quadratischen 1:1-Bildformat – vielleicht, um das Feeling eines klassischen C-RPGs von früher heraufzubeschwören. Mehr als 9.000 Leute – it's over 9000! – spielten sogar im hochkant gedrehten 9:16-Format. An euch alle da draußen: Ich sehe euch! Ihr zockt das doch heimlich auf dem zweiten Monitor während der Arbeitszeit, oder?
Baldur's Gate 3 schlug bei seinem Launch vor drei Jahren ein wie eine Bombe und verknüpfte die Welten von Dungeons & Dragons und Videospielen wie kaum ein Titel zuvor. Larian versorgte das Spiel auch nach dem Release jahrelang mit Updates, spendierte Mod-Support und erweiterte die Endsequenzen – insbesondere für den Dark Urge. Inzwischen zum absoluten Superstar-Studio aufgestiegen, arbeitet Larian bereits an seinem neuen Rollenspiel Divinity.
Ob der D&D-Rechteinhaber Wizards of the Coast einen Nachfolger zu Baldur's Gate 3 bringt, bleibt abzuwarten. Neuesten Gerüchten zufolge könnte Owlcat – das Studio hinter Pathfinder und Warhammer 40.000: Rogue Trader – im Rennen sein. Allerdings arbeiten die Entwickler aktuell an Warhammer 40.000: Dark Heresy und dem Mass-Effect-ähnlichen Sci-Fi-Abenteuer The Expanse: Osiris Reborn. Wizards of the Coast schraubt zwar intern an einem eigenen D&D-Spiel, dabei handelt es sich aber um das Action-Adventure Warlock, das Ende letzten Jahres angekündigt wurde.
Übrigens: Falls ihr Baldur's Gate 3 noch nicht als Dark Urge gespielt habt, kann ich euch das nur wärmstens empfehlen. Ich habe meinen Dark-Urge-Run für die Eurogamer-Unterstützer dokumentiert. Wenn ihr aber auf der Twitch-Seite von Larian vorbeischaut, könnt ihr dort einem sehr bekannten Gesicht bei ihrem Dark-Urge-Durchgang zusehen.