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Was Sie jetzt zur Wahl in Sachsen-Anhalt wissen müssen
In einem Monat wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Umfragen deuten auf ein starkes Abschneiden der AfD hin - und eine schwierige Regierungsbildung. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Mit Sorge wird bundesweit auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geschaut. Erstmals könnte eine Partei, die in dem Bundesland vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, eine Landtagswahl gewinnen.
Seit 2002 hat die CDU alle Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt gestellt. Aktuell regieren die Christdemokraten in einer sogenannten Deutschland-Koalition mit SPD und FDP.
An der Spitze stand bis zum 27. Januar der langjährige Ministerpräsident Reiner Haseloff. Der CDU-Politiker trat jedoch im Januar zurück und übergab das Amt an Sven Schulze, die Koalition blieb ansonsten unverändert bestehen.
In der Bevölkerung kam die Landesregierung zuletzt nicht gut an, wie der Sachsen-Anhalt-Trend Ende Juli zeige. Nur noch 29 Prozent der Befragten waren mit ihrer Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden - das sind minus vier Prozentpunkte gegenüber Mai. 66 Prozent waren weniger oder gar nicht zufrieden. Der Anteil der ganz und gar Unzufriedenen stieg um vier Punkte auf 28 Prozent.
Gut sechs Wochen vor der Wahl hat die Regierungskoalition in Sachsen-Anhalt Bilanz gezogen. Sie sieht ihre Arbeit der letzten fünf Jahre positiv. Die Opposition widerspricht.
mdr
Sachsen-Anhalt hat wenige junge Bürgerinnen und Bürger. Das Durchschnittsalter lag 2024 bei 48,3 Jahren. Niedrige Geburtenzahlen und eine starke Abwanderung sind die Gründe. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Altersdurchschnitt ebenfalls 2024 bei 44,9 Jahren.
Die schrumpfende Bevölkerung sorgt für zahlreiche Probleme. So müssen etwa Kliniken Geburtsstationen schließen, Bahnverbindungen werden eingestellt, die Wirtschaft schwächelt und der Schuldenstand ist hoch. Die Verschuldung liegt bei etwa 25 Milliarden Euro, das ist eine der höchsten Pro-Kopf-Verschuldungen eines Flächenlandes.
Im Bereich Bildung gibt es Aufholbedarf. Im Bildungsmonitor 2025 landete das Bundesland auf dem 13. Platz. Etwa zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler verlassen die Schulen ohne einen anerkannten Hauptschulabschluss.
Vergleichsweise gut läuft es bei der Energiewende. Sachsen-Anhalt gilt als einer der Vorreiter. Mehr als 40 Prozent des Bruttostromverbrauchs wurden bereits 2023 durch Erneuerbare Energien gedeckt. Und auch die Beschäftigungsquote von 65,5 Prozent liegt über dem Bundesdurchschnitt.