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Kündigungen wegen des Iran-Kriegs: "Schlechte Stimmung in der US-Truppe"
Der Krieg gegen Iran war in den USA von Anfang an unbeliebt. Doch auch viele in den Streitkräften traf er offenbar wie ein Schock. Zahlreiche Soldaten versuchen nun, den Kriegsdienst zu verweigern.
Taylor Highland, Mitte 30, traf die Entscheidung zum Ausstieg aus den Streitkräften im Frühjahr, nachdem die USA und Israel den Krieg gegen Iran begonnen hatten. Auslöser war der Angriff auf eine Mädchenschule im südiranischen Minab, gleich am ersten Kriegstag. Mehr als 150 Menschen kamen ums Leben, die meisten von ihnen Kinder.
Highland - nicht sein richtiger Name - sagt, dass ihn dieser Vorfall fassungslos gemacht habe. Er beschloss, sich die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung genauer anzusehen: "Ich wollte herausfinden, ob meine Überzeugungen deckungsgleich sind mit den Gründen, mit denen der Dienst an der Waffe üblicherweise verweigert wird."
FAQ
12.03.2026
Es verdichten sich Hinweise auf eine Verantwortung des US-Militärs. Etwa 170 Menschen sollen gestorben sein.
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Taylor Highland ist in Texas stationiert und Familienvater. Die Armee hat sein Medizinstudium bezahlt, im Gegenzug dient er beim Militär. Seit mehr als zehn Jahren ist er dabei.
Dort, wo Highland als Jugendlicher aufwuchs, galt der Militärdienst als der "Gipfel des Patriotismus", erzählt er. Ob der Pfarrer in der Kirche, der Anführer bei den Pfadfindern oder andere Erwachsene mit Vorbildcharakter - alle waren Veteranen: "Es fügte sich zusammen, dass ich Geld für das Studium brauchte und als Jugendlicher diese Werte vermittelt bekommen hatte. In das Militär einzutreten, erschien mir als eine gute Möglichkeit, meinem Land zu dienen."
Jetzt wartet Highland auf die Entscheidung, ob sein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung genehmigt wurde. Zwar liebe er es, als Arzt Menschen zu helfen. Doch die Rolle eines Arztes beim Militär begann er irgendwann zu hinterfragen: "Ich half den Menschen bei der Genesung, aber es ging dabei immer nur darum, dass sie sich gerade so weit erholten, um wieder von anderen beschossen zu werden oder wieder auf andere schießen zu können."
Egal, ob in einem militärischen Konflikt Zivilisten oder Soldaten zu Schaden kommen - beides nehme die Gesellschaft auf eine zu leichte Schulter, meint Highland. Deshalb sei ihm irgendwann klar geworden, dass er gehen müsse - selbst wenn er der Einzige sei.
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