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House of the Dragon - Ein einzelner Ritter sorgt dafür, dass viele Leute plötzlich anders über eines der umstrittensten Häuser von Game of Thrones denken
Der britische Schauspieler Jefferson Hall verkörpert in House of the Dragon Tyland Lannister und dessen Zwillingsbruder Jason. Bild: HBO.
Ach, wenn doch bloß die Lannisters nicht wären. Dann hätte es all den Krach in Game of Thrones nie gegeben ... Solche oder ähnliche Gedanken dürften wohl viele GoT-Fans schon einmal in Bezug auf das reichste Haus von Westeros gehegt haben. Ohne Jaime wäre Bran nie aus dem Fenster geflogen; ohne Cersei wäre Ned Stark noch am Leben - und von Joffrey wollen wir gar nicht erst anfangen.
Fakt ist: Die Lannisters sind unter Fans wegen diverser zweifelhafter Aktionen nicht gerade beliebt. Von Königsmord über Inzest bis hin zu diversen Kriegsverbrechen und einer Beteiligung an der berüchtigten »Roten Hochzeit« haben sich Tywin und sein Clan ihren schrecklichen Ruf wirklich mehr als verdient. Doch eine Medaille hat ja bekanntlich immer zwei Seiten und so gibt es auch unter den Lannisters durchaus Anstand und Ehre zu finden.
In House of the Dragon hat nun ein Ahne des noblen Hauses bewiesen, was es heißt, das Idealbild eines lehnstreuen Ritters zu sein und das Ansehen der Lannisters damit ordentlich aufpoliert.
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Wo bleiben die guten Game of Thrones Spiele?
Achtung, Spoiler: Die folgenden Absätze behandeln wesentliche Handlungselemente aus House of the Dragon, Staffel 3, Folge 7. Weiterlesen auf eigene Gefahr!
Die Rede ist von Tyland Lannister, dem Zwillingsbruder des verstorbenen Jason Lannister und Meister der Münze unter König Aegon dem Zweiten. Nachdem Tylands Schicksal nach der Schlacht an der Gurgel zu Beginn der Staffel zunächst unklar war, kehrte er jüngst an die Seite seines Königs zurück, um ihn auf Casterly Rock in Sicherheit zu bringen. Denn seit seiner Flucht aus Königsmund am Ende von Staffel 2 versteckt sich Aegon in der Nähe von Rooks Rest - und damit mitten im Kriegsgebiet.
Aegon ist den Krieg inzwischen Leid; innerlich hat er sich schon mit dem Plan von Lord Larys Strong, dem Meister der Flüsterer, abgefunden, ins Exil nach Bravos zu gehen. Dem Vorschlag von Tyland, nach Casterly Rock zu gehen, erteilt er daher eine Absage. Doch nach Bravos kommen die drei Flüchtigen nie, denn eine Armee Rhaenyras schneidet Aegon, Larys und Tyland den Weg ab.
Aegon will seinem Tod mutig ins Auge blicken und sich seinen Feinden stellen - seinen Begleitern stellt er frei, zu tun, was ihnen beliebt. Während Larys unter feigen Ausreden die Flucht ergreift, steht Tyland seinem König bei und gelobt mit einem Kniefall, bis zum Tod für Aegon zu kämpfen. Mit diesem Akt der ritterlichen Aufopferung gewinnt der Lannister-Spross unter Fans ordentlich Sympathien, wie unter anderem folgender Reddit-Thread beweist.
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