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GTA 6 & Take-Two: Umsatzprognose massiv erhöht – Publisher ist nun fast rein digital
Der Publisher hinter Grand Theft Auto blickt auf ein extrem erfolgreiches Quartal zurück. Physische Discs spielen dabei kaum noch eine Rolle für die Umsätze.
Die neuesten Geschäftszahlen von Take-Two sind da und bringen ein paar Überraschungen mit sich. Zunächst einmal bestätigte Take-Two-CEO Strauss Zelnick, dass die Verkäufe des Publishers mittlerweile größtenteils digital ablaufen. Dabei reagierte er direkt auf Sonys kontroverse Entscheidung, künftig keine Spiele mehr auf physischen Discs zu pressen. "Unser Geschäft läuft zu weit über 90 Prozent digital ab", erklärte Zelnick während der Telefonkonferenz. "Wir sind im Grunde bereits ein rein digitales Unternehmen."
Das kommt ehrlich gesagt nicht wirklich überraschend. Tatsächlich entspricht das fast Wort für Wort dem, was wir Anfang der Woche schon von Capcom gehört haben. Dort hieß es, dass digitale Verkäufe die physischen mittlerweile um ein Vielfaches übersteigen. PlayStations Schritt in eine "All-Digital"-Zukunft werde demnach kaum Auswirkungen auf das eigene Geschäft haben. Auch Sega schaltete sich in diese Debatte ein und betonte, dass "ein digitaler Wandel entscheidend" für die Langlebigkeit und die Gesundheit der gesamten Spieleindustrie sei. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Blick auf das kommende Open-World-Epos des Publishers: Selbst die "physische" Version von GTA 6 erscheint letztlich nur als Download-Code in einer leeren Hülle. Das unterstreicht noch einmal deutlich, wie wichtig der digitale Markt für Take-Two heutzutage ist.
Strauss Zelnick ist seit 2011 der Chief Executive Officer von Take-Two Interactive. Unter seiner datengetriebenen Führung wuchs das Unternehmen dank ikonischer Marken wie GTA, Red Dead Redemption und NBA 2K zu einem der einflussreichsten und wertvollsten Publisher der Welt heran.
Der Branchenanalyst Daniel Ahmad zeichnet ein sehr klares Bild davon, welche enorme Rolle digitale Verkäufe für Take-Two im Vergleich zum klassischen Retail-Markt spielen: "Physische Spiele machten in diesem Quartal nur etwa zwei Prozent ihres Umsatzes aus. Im letzten vollen Geschäftsjahr waren es drei Prozent", erklärt er in einem Tweet. "Das ist alles Nettoumsatz, der [natürlich] auch DLCs und Mikrotransaktionen einschließt. Aber es verdeutlicht eindrucksvoll, wie extrem digitalisiert das Unternehmen – und die Branche als Ganzes – mittlerweile aufgestellt ist."
An anderer Stelle im Earnings Call von Take-Two sehen wir, dass das Unternehmen die erwarteten Net Bookings für das Geschäftsjahr 2027 um satte 200 Millionen Dollar nach oben korrigiert hat – von 8 auf 8,2 Milliarden US-Dollar. Warum? Natürlich wegen Grand Theft Auto 6. "Unsere hervorragenden Ergebnisse im ersten Quartal spiegeln die Stärke unseres Portfolios und die disziplinierte Umsetzung über all unsere Labels hinweg wider", betonte Zelnick im Call. "Angesichts dieser positiven Trends und des massiven Hypes rund um den Launch von Grand Theft Auto 6 am 19. November bekräftigen wir unsere Net-Bookings-Prognose von 8 bis 8,2 Milliarden US-Dollar für das Geschäftsjahr 2027."
"Wenn wir weiter in die Zukunft blicken, erwarten wir, dieses neue Größen-Niveau dauerhaft zu halten und starke Cashflows zu generieren. Damit stellen wir die Weichen für kontinuierliches Wachstum und langfristige Renditen für unsere Aktionäre." Wenn ihr euch die extrem starken Vorbestellerzahlen von GTA 6 schon zum jetzigen Zeitpunkt anseht, versteht ihr sofort, warum der Publisher so optimistisch in die Zukunft blickt. "Die weltweite Vorfreude auf den Launch von Grand Theft Auto 6 wächst stetig. Der Titel hat einen absolut außergewöhnlichen Start bei den Pre-Orders hingelegt", erklärte Zelnick in einem Gespräch mit Analysten. Doch bei all der Euphorie schwingt beim CEO auch etwas Vorsicht mit: "[Die Vorbestellungen] sind derart beispiellos, dass wir einfach noch nicht absehen können, wie sich das am Ende in tatsächliche Verkaufszahlen übersetzt [...]. Wir wollen den Tag einfach nicht vor dem Abend loben", gab er