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Kann der neue britische Premier Burnham Obdachlosigkeit beenden?
In seiner ersten Rede als neuer britischer Premier kündigte Burnham an, Obdachlosigkeit im Land ein Ende zu bereiten. Doch ist das möglich? Erfahrung mit dem Thema jedenfalls hat der ehemalige Bürgermeister von Manchester.
Es ist eine warme Sommernacht in London, und Verral Paul-Walcott ist mit dem Lastenfahrrad unterwegs. Er fährt durch das Stadtzentrum, am Big Ben vorbei. Für den 40-Jährigen ist das keine Sightseeing-Tour.
Er hält Ausschau nach Obdachlosen, nach Personen, die Hilfe brauchen. Vor einem Supermarkt auf dem Boden sitzt ein Mann, wippt leicht vor und zurück. Paul-Walcott bietet ihm kaltes Wasser an und fragt, was er brauche. Einen Käsesandwich wünscht sich der Obdachlose, und Paul-Walcott kauft ihm einen.
Er hilft aus Überzeugung, schon seit Jahren. "Ich helfe, weil ich Probleme mit der psychischen Gesundheit hatte. Ich habe eine zweite Chance bekommen. Und die nutze ich, um anderen zu helfen", sagt Paul-Walcott.
Verral Paul-Walcott hilft Obdachlosen in London. In England leben laut offiziellen Zahlen 4.800 Menschen auf der Straße.
Weiter geht es durch London. Vor einem Inneneinrichtungsgeschäft sitzt Malcolm. Er lebt, mit Unterbrechungen, seit 20 Jahren auf der Straße. "In meinem Leben ging es hoch und runter. Drogenabhängig, Depression, schlechte psychische Gesundheit", sagt der Mann.
Er hat von der Ankündigung des neuen Premierministers Andy Burnahm gehört, die Obdachlosigkeit im Vereinigten Königreich beenden zu wollen. "Das ist Blödsinn. Ich glaube ihm nicht", sagt Malcolm dazu.
Malcolm hat seine Erfahrungen gemacht. Er hat kaum Zugang zu medizinischer Versorgung und schildert, wie er gerade am Vortag bei einer Hilfsorganisation gewesen sei, weil er ein Medikament brauchte. Man habe ihn weggeschickt. Er solle in zwei Wochen wiederkommen.
Allein in England schlafen jede Nacht 4.800 Menschen unter freiem Himmel, schätzen die Behörden. Auch Paul-Walcott ist skeptisch, ob Burnham sein Ziel erreichen kann. Obdachlosigkeit sei so komplex. Jede Person sei anders. Die Obdachlosigkeit zu beenden sei kaum möglich.
Analyse
21.07.2026