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Company of Heroes: Entwickler verraten, wie die Definitive Edition den Strategie-Hit modernisiert
Zum 20. Geburtstag bekommt das RTS-Meisterwerk ein 64-Bit-Upgrade, eine gnadenlose KI und neue QoL-Features. Wir sprachen mit Relic über die Rückkehr.
Relic Entertainment hat einen Grund zum Feiern. Im September wird das Strategiespiel Company of Heroes 20 Jahre alt. Das nimmt man zum Anlass, um eine Definitive Edition des Klassikers zu veröffentlichen.
Mit dieser macht das Studio den Titel fit für moderne Betriebssysteme, verpasst ihm zugleich ein Technik-Upgrade sowie ein paar Neuerungen. Von einem echten Remake ist man hier noch ein gutes Stück entfernt, alles in allem soll die Neuauflage das Spiel jedoch ansehnlicher machen.
Neben dem Basisspiel umfasst die Definitive Edition zudem die beiden Erweiterungen Opposing Fronts und Tales of Valor, bietet also insgesamt drei Kampagnen und eine Menge Skirmish- und Multiplayer-Maps.
Das 1997 gegründete kanadische Entwicklerstudio Relic Entertainment gilt als Meister der Echtzeitstrategie. Neben der "Company of Heroes"-Reihe erschuf das Team wegweisende Genre-Meilensteine wie "Homeworld" und "Warhammer 40.000: Dawn of War".
Anlässlich der bevorstehenden Veröffentlichung sprach ich mit Relics Executive Producer Denise Christie, Design Lead Will Ward und Art Lead Roland Longpre über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Klassikers.
Eurogamer.de: Die Definitive Edition soll das Erbe für die nächste Generation bewahren. Wie schwierig war der Balanceakt, ein 20 Jahre altes Spiel zu modernisieren, ohne den nostalgischen Kern und die "Grittiness" des Originals zu verwässern?
Denise Christie: Die Meinung unserer langjährigen Fans stand für uns immer an erster Stelle. Nostalgie ist ein extrem starkes Gefühl. Größere Abweichungen hätten für echten Frust gesorgt. Deshalb haben wir uns sehr genau überlegt, was wir anpassen und was wir in Ruhe lassen. Trotzdem waren wir uns schon früh in der Entwicklung sehr sicher, welche Modernisierungen wir umsetzen wollten. Features wie Auto-Reinforce und die Global Unit Control kommen bei der Community super an. Sie erfüllen einen ganz bestimmten Zweck: Ihr könnt euch voll und ganz auf die knallharten, bodenständigen und filmreifen Gefechte konzentrieren, die Company of Heroes so großartig machen. Ihr müsst euch also nicht mehr um nervigen Verwaltungskram kümmern. Das ursprüngliche Spielgefühl bleibt dabei komplett erhalten. Wir haben das Spiel quasi drumherum erweitert, statt es zu überbauen.
Eurogamer.de: Die Definitive Edition ist das Herzstück des 20-jährigen Franchise-Jubiläums. Warum war jetzt der perfekte Zeitpunkt, zum ersten Teil zurückzukehren, anstatt sich zum Jubiläum ausschließlich auf Company of Heroes 3 zu konzentrieren?
Denise Christie: Mit diesem Spiel hat einfach alles angefangen. Company of Heroes hat 2006 nicht nur ein Franchise begründet, sondern die kompletten Erwartungen an Strategiespiele auf den Kopf gestellt. Das Deckungssystem, die emotionale Bindung an die einzelnen Squads, die zerstörbaren Umgebungen – selbst nach zwanzig Jahren schauen sich andere Spiele diese Mechaniken noch ab. Wenn wir das zum zwanzigsten Geburtstag nicht gebührend gefeiert hätten, wäre das eine verpasste Chance gewesen. Das hätten wir bereut.