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NiPoGi E3B Mini-PC im Test - Kompakter Allrounder für Office, Multimedia und Casual Gaming
Der kompakte Rechner bietet mit Ryzen 7 und 24 GB RAM ordentlich Leistung, doch bei Speicher und Windows-Lizenz müsst ihr Kompromisse eingehen.
Mini-PCs erleben aktuell einen kleinen Boom und ersetzen in vielen Haushalten und Büros den klassischen klobigen Tower-PC als Office-/Schul-PC, Media-Center, Smart-Home-/Home-Lab-Server und erlauben sogar Casual Gaming und Retro-Emulation. Der Markt ist stark umkämpft und wird neben den bekannten Marken wie Intel (NUC), Asus, Lenovo oder Geekom vor allem von günstigen Marken mit kryptischen Namen aus Fernost dominiert. Eine davon ist NiPoGi, die uns den „E3B Mini-PC“ mit АMD Ryzen 7 7735HS, Radeon 680M iGPU und 24 GB LPDDR5 RAM zur Verfügung gestellt hat. Damit tritt der kleine Würfel in Konkurrenz zu bekannten Geräten wie dem Intel NUC 13 Pro oder ASUS NUC 14 Pro und verspricht bei ähnlicher Ausstattung ein deutlich besseres Preisleistungsverhältnis. Was der Mini-PC kann und wo der Hersteller Kompromisse eingegangen ist, erfahrt ihr im nachfolgenden NiPoGi E3B Test.
Neben dem Mini-PC findet man in der kleinen Schachtel das zugehörige, externe Netzteil mit einem 1,5 m langen Kabel auf der DC-Seite sowie einer Kleeblattkupplung auf der AC-Seite. Das dazu passende Kaltgerätekabel mit 120 cm Länge liegt bei, ebenso ein 70 cm kurzes HDMI-Kabel. Normalerweise würde ich bei kurzen Strippen meckern, allerdings werden Mini-PCs oft an die VESA-Halterung des Bildschirms montiert, wofür kurze Zuleitungen von Vorteil sind. Auch der NiPoGi E3B kann mit der beiliegenden Halterung auf der Bildschirmrückseite, an die Wand, unter den Schreibtisch etc. geschraubt werden.
Zum Schluss liegt noch ein kleines Benutzerhandbuch in verschiedenen Sprachen bei, das aber nur auf drei Seiten erklärt, wo welcher Stecker hinsoll und wie man den PC einschaltet – das sollte jeder auch ohne Anleitung hinbekommen. Ausstattungstechnisch ist also alles Erforderliche, wenn auch nichts Außergewöhnliches, dabei.
In Sachen Design ähneln sich die meisten Mini-PCs und so hat auch der NiPoGi E3B das klassische, kompakte, quadratische und eher pragmatische Design (mit Abmessungen von 128 x 128 x 45 mm). Das Gehäuse besteht dabei vollständig aus schwarzem Kunststoff, wodurch der Würfel nur 550 Gramm wiegt und problemlos mitgenommen werden kann. Auch wenn man auf Premium-Materialien wie Aluminium verzichtet hat, erweist sich die Verarbeitung als robust und wirkt nicht billig. Optisch bleibt der kleine Rechner durch sein schlichtes Äußeres recht unauffällig.
NiPoGi gehört zur „Minipc Union“, hinter der die Shenzhen Shanminheng Technology Co. mit weiteren Marken wie AceMagic, Kamrui, ACEPC, CTONE und Bosgame steht. Die Mini-PCs sind sogenannte „Cookie-Cutter“- oder White-Label-Produkte. Bedeutet: Ein und derselbe Mini-PC läuft vom Band und bekommt für den Verkauf lediglich ein anderes Markenlogo. Die Geräte werden primär vom großen chinesischen Auftragsfertiger Shenzhen CYX Industrial Co., Ltd. produziert. Das Unternehmen Shenzhen Shanminheng Technology bündelt den weltweiten Vertrieb dieser Rechner dann über seine verschiedenen Markennamen, die häufig auf Plattformen wie Amazon angeboten werden.
Herzstück des NiPoGi E3B bildet ein AMD Ryzen 7 7735HS mit integrierter Radeon-680M-Grafik. Diese Einheit wird im hart umkämpften Mini-PC-Mittelklassesegment gerne verbaut – und das aus einem guten Grund: Die APU mag schon etwas älter sein – wurde 2023 auf Basis der Zen-3+-Architektur eingeführt –, gehört mit ihren 8 Kernen, 16 Threads bei 3,2 GHz Basistakt (bis zu 4,75 GHz im Boost) aber noch immer in die gehobene Mittelklasse und bietet ein derzeit unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.
Zudem gilt die integrierte 680M-Grafikeinheit mit 12 Kernen, 768 Shadern, einer Taktfrequenz von 2200 MHz als „überraschend gut“ für eine iGPU. Sie basiert auf der RDNA-2-Architektur, die auch in der PlayStation 5, Xbox Series X und im Steam Deck steckt. Da die iGPU keinen eigenen Grafikspeicher (VRAM) hat, zwackt sie sich einen Teil des Arbeitssp