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Satelliten-Internet: Erstes Lufthansa-Flugzeug mit Starlink hebt am 19. August ab
Die Lufthansa Group hatte diesen Januar Starlink-Internet für die gesamte Flotte in Aussicht gestellt. Den Anfang macht jetzt ein Airbus A320neo der Lufthansa. Das satellitengestützte System soll höhere Datenraten als bisheriges Flugzeug-WLAN ermöglichen und bis 2029 auf rund 850 Flugzeugen der gesamten Gruppe verfügbar sein.
Die Erstankündigung des Einsatzes von Starlink war im Januar erfolgt, nun soll am 19. August der erste Flug einer Maschine mit dem neuen Satelliten-Internet erfolgen. Das erste mit dem System ausgestattete Flugzeug ist ein Airbus A320neo von Lufthansa. Anschließend wird die Technologie schrittweise auf weitere Flugzeuge ausgerollt.
Anders als ältere WLAN-Systeme in Flugzeugen, die am Beispiel Lufthansa auf Inmarsat im Ka-Band oder das European Aviation Network (EAN) mit Mobilfunk setzen, nutzt Starlink ein Netzwerk aus Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO). Dadurch sollen sowohl höhere Bandbreiten als auch geringere Latenzen möglich werden. Das Starlink-Terminal im Flugzeug muss dafür während des Fluges fortlaufend zwischen Satelliten wechseln und die Verbindung aufrechterhalten.
Lufthansa spricht von der derzeit schnellsten verfügbaren Internetverbindung für Passagiere. Die tatsächliche Geschwindigkeit hänge weiterhin von der Auslastung des Systems, der Flugroute und weiteren technischen Faktoren ab.
Die höhere Leistung soll nicht nur klassisches Surfen ermöglichen. Nach Angaben der Lufthansa Group sind unter anderem Videostreaming, cloudbasierte Anwendungen und andere datenintensive Dienste während des Fluges vorgesehen. In vielen Fällen soll die Verbindung schneller sein als ein typischer Internetanschluss zu Hause oder im Büro.
Das neue Internetangebot ist für Miles-&-More-Mitglieder und Nutzer einer Travel ID kostenlos. Die Regelung gilt unabhängig von der gebuchten Reiseklasse. Damit erhalten auch Passagiere der Economy Class grundsätzlich Zugang zur schnellen Verbindung, sofern das jeweilige Flugzeug bereits mit Starlink ausgerüstet ist.
Für die Nutzung wird ein neues Portal namens „Lufthansa Group Wi-Fi“ eingesetzt. Vor dem Zugriff müssen Passagiere die dort hinterlegten Nutzungsregeln akzeptieren. Dazu gehört unter anderem die Vorgabe, Audio- und Videoinhalte mit Kopfhörern wiederzugeben. Sprach- und Videoanrufe sowie Livestreams aus dem Flugzeug sind dagegen nicht vorgesehen.
Der Start mit einem A320neo sei nur der Auftakt eines deutlich größeren Flottenumbaus, berichtet der Konzern. Neben Lufthansa bereiten auch Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss, Discover Airlines, Air Dolomiti, Lufthansa City Airlines und Eurowings die Einführung der neuen Technologie vor. Insgesamt umfasst das Umbauvorhaben der Lufthansa Group rund 850 Flugzeuge. Als Ziel nannte der Konzern im Januar die vollständige Ausstattung der Flotte mit Starlink bis 2029.