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Weitere Bundesländer lockern Lkw-Sonntagsfahrverbot
Flüsse wie Rhein und Elbe haben derzeit historische Tiefstände, immer weniger Güter können per Schiff transportiert werden. Zwei weitere Bundesländer haben deshalb jetzt das Sonntagsfahrverbot für Lkw gelockert.
Wegen des anhaltenden Niedrigwassers am Rhein und anderen Flüssen will nun auch Mecklenburg-Vorpommern das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw lockern. "Ab dem kommenden Wochenende wird auf Grundlage einer entsprechenden Regelung des Ministeriums eine Ausnahmeregelung wirksam", teilte ein Sprecher des Schweriner Verkehrsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Wie lange die Ausnahmeregelung gelten soll, ließ er offen.
FAQ
09.08.2026
Welche Regeln gelten ab heute? Und warum gibt es Kritik? Ein Überblick.
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Ab kommendem Wochenende setzt auch Bayern vorübergehend das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen aus. "Mit der Aufhebung des Fahrverbots können kritische Güter wie Rohstoffe, Chemikalien und Energieträger auf die Straße umgelenkt werden", begründete Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Entscheidung.
Man wolle Produktionsstopps in der Industrie verhindern, sagte Herrmann. "Wir wollen den Ausfall der Binnenschifffahrt und die Belastung der Wirtschaft so zumindest teilweise auffangen, indem wir für die Speditionen auch am Wochenende kurzfristig Transporte ermöglichen."
Die Lockerung sei ein wichtiger Baustein, um das historische Niedrigwasser auf den Bundeswasserstraßen abzufedern, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). "Die Produktion muss weiterlaufen, Wirtschaft und Landwirtschaft sind auf funktionierende Transporte angewiesen."
Genaue Regeln würden derzeit noch erstellt, hieß es bei den bayrischen Ministerien.
Der Verkehrsminister will das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen aufheben. Fachverband und ver.di sehen Probleme.
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Das anhaltende Niedrigwasser beeinträchtigt insbesondere den Gütertransport auf wichtigen Wasserstraßen. Durch die eingeschränkten Transportkapazitäten auf den Flüssen müssen zunehmend Güter auf andere Verkehrsträger verlagert werden. Schiffe können bei niedrigen Pegelständen weniger Ladung aufnehmen, wodurch Transportkosten steigen und Lieferketten unter Druck geraten.